Manager: Das Aus für Millionen-Abfindungen?

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ManagerDas Aus für Millionen-Abfindungen?

Jetzt geht es denn Millionen-Abfindungen für Manager an den Kragen: Die EU-Kommission hat eine Begrenzung der Abfindungen vorgeschlagen. Gescheiterte Manager sollten gar keine Abfindung erhalten.

Der «goldene Handschlag» bei Beendigung eines Vertrags sollte maximal zwei Jahresgehälter betragen, schreibt die Kommission in einer am Mittwoch veröffentlichten Empfehlung an die Mitgliedstaaten.

EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy schlug ausserdem vor, die Verwalter von Hedgefonds und Private-Equity-Firmen europaweit verbindlichen Regeln zu unterwerfen. Eine direkte Regulierung der alternativen Investmentfonds selbst, zu denen die Kommission auch Immobilien- und Infrastrukturfonds zählt, ist in dem Gesetzentwurf aber nicht vorgesehen. Ende 2008 verwalteten alternative Investmentfonds in der EU nach Kommissionsangaben ein Gesamtvermögen von zwei Billionen Euro.

30 Prozent der Hedgefonds-Manager sollen erfasst werden

Manager von Hedgefonds mit einem Anlagevermögen von mehr als 100 Millionen Euro sollen sich künftig bei den Finanzaufsichtsbehörden registrieren und regelmässig über ihre Arbeit und die eingegangenen Risiken Bericht erstatten müssen. Nach Angaben der Kommission würde dies 30 Prozent der in der EU etablierten Hedgefonds-Manager erfassen, die allerdings für 90 Prozent des von europäischen Hedgefonds verwalteten Vermögens verantwortlich seien. Für weniger riskante Beteiligungsfirmen schlägt die Kommission einen deutlich höheren Schwellenwert von 500 Millionen Euro vor.

Ausserhalb der EU ansässigen Fonds sollen für die Vermarktung ihrer Produkte in Europa künftig einen «EU-Pass» erwerben müssen. Dazu müssten sie dem Kommissionsvorschlag zufolge nachweisen, dass sie eine Reihe von Vorschriften unter anderem in Steuerfragen erfüllen. Die Kommission will den nichteuropäischen Fonds allerdings nach Inkrafttreten der EU-internen Neuregelung noch drei Jahre Zeit geben, einen solchen Pass zu beantragen - bis dahin könnten ihre Produkte weiter ungehindert in allen EU-Ländern vermarktet werden, die dies heute schon zulassen.

Die Kommission hofft, dass das Europaparlament und die EU-Regierungen den Gesetzentwurf bis zum Jahresende verabschieden. Die Richtlinie träte dann 2011 in Kraft, die Regeln für nichteuropäische Fonds erst 2014.

(dapd)

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