St. Galler Rheintal: «Das Auto hatte einen emotionalen Wert für mich»
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St. Galler Rheintal«Das Auto hatte einen emotionalen Wert für mich»

Einer Rheintalerin wurde kürzlich ihr Auto vor der Haustüre gestohlen. Für sie ein Schock und herber Verlust. Die Kantonspolizei St. Gallen ermittelt. Die Hoffnung, dass das Auto wieder auftaucht, sei durchaus gegeben.

von
Tabea Waser
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Dieses Auto wurde einer Rheintalerin kürzlich gestohlen. 

Dieses Auto wurde einer Rheintalerin kürzlich gestohlen.

privat
Es stand vor der Haustür, abgeschlossen. Die Rheintalerin wohnt in einem ruhigen Wohnquartier an einer Einbahnstrasse. 

Es stand vor der Haustür, abgeschlossen. Die Rheintalerin wohnt in einem ruhigen Wohnquartier an einer Einbahnstrasse.

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Laut Polizei passierte das Auto am Freitagmorgen um 4.13 Uhr den Grenzübergang Montlingen SG. 

Laut Polizei passierte das Auto am Freitagmorgen um 4.13 Uhr den Grenzübergang Montlingen SG.

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Darum gehts

  • Einer junge Frau wurde im St. Galler Rheintal das Auto vor der Haustür gestohlen.

  • Es war abgeschlossen, die Schlüssel im Haus.

  • Wenig später passierte es den Grenzübergang Montlingen SG.

  • Der Verlust des Fiats trifft die Frau hart.

  • Die Kantonspolizei St. Gallen ermittelt.

  • Es bestehe Hoffnung, das Auto zurückzuerhalten.

In einer Rheintaler Facebook-Gruppe warnt eine junge Frau vor Autodieben. Ihr wurde nämlich vergangenen Freitag das Auto auf dem Vorplatz des Hauses geklaut. «Es ist einfach weg. Dabei war es abgeschlossen und beide Schlüssel bei mir im Haus in meinem Zimmer», so die 22-Jährige. Beim Fahrzeug handelt es sich um einen Fiat500 mit etwa 50’000 gefahrenen Kilometern. Die Rheintalerin hatte das Auto seit August 2019.

«Ich war sehr verwirrt darüber, dass es plötzlich nicht mehr vor dem Haus stand», erzählt sie. Bemerkt habe sie es morgens etwa um 7.30 Uhr. Erst habe sie gedacht, dass sich da jemand einen Spass erlaubt habe. «Aber es stellte sich schnell heraus, dass es wirklich weg war.» Sie habe dann die Polizei verständigt.

Zufallsopfer?

Die junge Frau glaubt, ein Zufallsopfer geworden zu sein. Auch wenn die Sache schon sehr kurios sei. «Es macht mich auch recht traurig», sagt sie. Sie könne sich momentan auch kein neues Auto kaufen, dazu reiche das Geld nicht. «Ich bin nur froh, sind die Diebe nicht ins Haus gekommen.»

Das Auto habe für sie auch einen emotionalen Wert. Zudem sei sie sehr darauf angewiesen wegen des Jobs und auch, weil sie sehr ungern Öffentliche Verkehrsmittel nutze. «Zum Glück war nichts wichtiges im Auto drin.»

Auf Facebook ist die Verunsicherung indes gross. Viele machen sich nun sorgen im ihr eigenes Auto. Es sei beunruhigend, dass das Auto nicht einmal vor der eigenen Haustüre sicher sei. Und, dass es die Täter offenbar nicht nur auf Luxus-Autos abgesehen haben.

Polizei ermittelt

Wie es auf Anfrage heisst, ermittelt die Kantonspolizei St. Gallen in diesem Fall. Es handele sich um ein Offizialdelikt. Sprecher Florian Schneider bestätigt, dass die Polizei die Meldung erhielt, dass das Auto samt Kontrollschildern zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen gestohlen wurde. «Wir konnten ermitteln, dass der Fiat um 4.13 Uhr am Freitagmorgen den Grenzübergang Montlingen SG passiert hat», so Schneider. Bisher wurde das Auto nicht gefunden.

Eine Häufung an Autodiebstählen gibt es laut Polizei derzeit nicht. Im Schnitt seien es zwei bis drei Fälle im Monat, bei denen die Polizei ausrücke. Nicht jeder Fall sei dabei ein klassischer Autodiebstahl, bei dem es nur um das Auto gehe.

Wird das Auto in seine Einzelteile zerlegt und so weiterverkauft, wird es laut Schneider schwierig. Wenn es ganz und im Europäischen Raum bleibe, sei aber durchaus eine Chance vorhanden für die Halterin, das Auto zurückzubekommen. «Wir sind gut vernetzt. Bleibt das Auto irgendwo stehen oder gerät in eine Kontrolle, stehen die Chancen gut», so Schneider. Es passiere vielleicht nicht heute oder morgen, aber es seien schon zahlreiche Autos wieder aufgetaucht.

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