20 Minuten traf Bieber: Das Babyface steht nicht auf Dirty-Talk
Aktualisiert

20 Minuten traf BieberDas Babyface steht nicht auf Dirty-Talk

Ja, liebe Beliebers, es ist wahr. Wir haben Justin Bieber getroffen. Wir haben ihm sogar die Hand geschüttelt – wie es aussieht, mag er uns. Ein Friedensangebot zum Zweiten.

von
Cécile Moser

Am Montag war Justin Bieber in London, um sein neues Album «Believe» vorzustellen, das am 18. Juni erscheinen wird. Im Supperclub stellte er sich den Fragen der Medien und gab wacker Antwort. Bei Cocktails und Häppchen durfte man während der knapp zweistündigen Listening-Session einen gut gelaunten Justin erleben. Den Stimmbruch hat er jetzt definitiv hinter sich gebracht – so viel steht fest. Die Barthaare lassen allerdings noch immer auf sich warten, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Der Junge ist gerade mal 18 Jahre alt und zum ersten Mal so richtig verliebt. Ja, liebe Beliebers, da müssen wir euch leider enttäuschen: Den Kerl hat's schwer erwischt. Auch wenn er Fragen nach Sex und Selena grundsätzlich aus dem Weg ging – die Nervosität und Verlegenheit stand ihm ins Gesicht geschrieben –, ist, auch im Hinblick auf das Album, eines glasklar: Justin ist bis über beide Ohren verliebt in seine Selena. Ungefähr 80 Prozent der etwas weniger poppigen, dafür R'n'B-lastigeren Songs handeln von Liebe!

Aber nicht nur privat, sondern auch musikalisch gibt sich der 18-Jährige erwachsener: «Mein neues Album soll reifer klingen, mit Hip-Hop und R'n'B-Einflüssen. So können auch Ältere meine Musik hören», berichtet Bieber im Interview. Für sein drittes Studioalbum hat sich der Sänger Verstärkung der allerhöchsten Garde geholt: Neben Drake, Timbaland und Taylor Swift ist auch Ludacris mit von der Partie. Produziert wurde das neue Album von keinem Geringeren als Rodney Jerkins, der unter anderem auch schon für Michael Jackson Hits einspielte.

«Ich bleibe euch treu!»

Umgehend betonte Justin aber, dass er seinen bisherigen Fans treu bleiben wolle. Und die Horde Groupies, die es – wie auch immer – in den Supperclub geschafft hat, bricht in lautes Gekreische aus. Ja, bei euren britischen Konkurrenten könnt ihr euch noch eine Scheibe abschneiden, liebe Beliebers: Den ganzen Tag warteten die Teenie-Girls (und eine Handvoll Jungs) bei klassischem London-Wetter vor dem Royal Garden Hotel (des Belieber-Königs Residenz).

Doch Justin lässt seine Fans nicht im Regen stehen: Denn ein Lied auf seiner neuen Scheibe ist euch gewidmet. Der Song, der den gleichen Namen wie das Album trägt, soll «ein Dankeschön an meine Fans sein, denn ohne euch wäre ich heute nicht hier», berichtet Justin – erneut geht das Gekreische los. «Vor meiner Karriere bin ich noch nie geflogen, und jetzt bereise ich die Welt. Dafür danke ich euch.» Also, liebe Fans, auch weiter fleissig Justins Alben kaufen, damit er fliegen kann, wohin er will. Ich muss gestehen, so langsam finde ich den hübschen Burschen auch ganz süss und bin schon fast etwas verschossen in das Babyface. Sorry, ich hab ihn gesehen, und er hat wirklich eines. Er würde das aber vermutlich auch nicht als Beleidigung betrachten, denn der Junge, der in Begleitung seines Papis kam, befindet sich zurzeit in einer ähnlichen Phase wie Britney anno 2000: I'm not a boy, not yet a man. Und das ist auch gut so – erwachsen werden braucht eben Zeit.

Bodenständiger Junge von nebenan

Trotz des ganzen Ruhms muss man dem Sänger vor allen Dingen eines zu Gute halten: Justin Bieber ist auf dem Boden geblieben. Ob es an seiner schwierigen Vergangenheit oder guten Erziehung liegt, fest steht, dem Jungen ist der Erfolg noch nicht zu Kopf gestiegen. Fast etwas schüchtern und perfekt einstudiert gibt Bieber fleissig seine etwas knappen Antworten (sein Entdecker Scooter Braun, der ihm übrigens nicht von der Seite wich, hat seinen Schützling gut erzogen). Woran denn eigentlich Justin Bieber glaube – im Hinblick auf den Namen des neuen Albums? «Ich glaube an Träume, an mich und meine Fans. Ich glaube, das ist ein grosses Wort, dass auch viele Leute inspirieren kann. Und ich glaube, dass ich mit Gott alles erreichen kann.»

Amen. Damit ist die Plauderstunde mit Justin offiziell beendet. Doch der sympathische Junge macht noch einen kurzen Abstecher ins Publikum – und schüttelt mir doch tatsächlich die Hand: «Nice to meet you.» Jawohl, nice to meet you too, Justin Bieber. Da kriegen selbst die abgehärtetsten People-Redaktorinnen weiche Knie.

Sehen Sie hier einen Teil des neuen Musik-Videos von Justin Bieber zur Single «Boyfriend». (Quelle: YouTube)

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