Ab 2035: Das bedeutet das Verbrenner-Verbot der EU für Schweizer Autofahrer
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Ab 2035Das bedeutet das Verbrenner-Verbot der EU für Schweizer Autofahrer

EU-Politiker wollen Autos mit Benzin- und Dieselmotor von den Strassen verbannen. 20 Minuten beantwortet die wichtigsten Fragen zum Verbot.

von
Fabian Pöschl
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Das EU-Parlament will ab 2035 keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zulassen.

Das EU-Parlament will ab 2035 keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zulassen.

20min/Marco Zangger
Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss das Parlament aber noch mit den EU-Staaten darüber verhandeln.

Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss das Parlament aber noch mit den EU-Staaten darüber verhandeln.

20min/Marco Zangger
Das Verbot betrifft nur Neuzulassungen, keine bereits zugelassenen Fahrzeuge.

Das Verbot betrifft nur Neuzulassungen, keine bereits zugelassenen Fahrzeuge.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

Das EU-Parlament hat am Mittwoch beschlossen, ab 2035 keine neuen Benzin- und Diesel-Autos mehr zuzulassen. Die EU will mit dem Plan «Fit für 55» bis 2050 klimaneutral werden. Das Verbot im Strassenverkehr soll dafür ein wichtiger Hebel sein. Autos machen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen aus.

20 Minuten sagt, was das Verbot für Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet und beantwortet die wichtigsten Fragen.

  • Ist das Verbrenner-Verbot definitiv?

Fast. Das EU-Parlament hat zugestimmt. Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss das Parlament aber noch mit den EU-Staaten darüber verhandeln.

  • Kann ich mit meinem Verbrenner-Auto dann noch in der EU fahren?

Ja, das Verbot betrifft nur Neuzulassungen, keine bereits zugelassenen Fahrzeuge.

  • Auf welche Autos gibts ab 2035 keine Zulassungen mehr in der EU?

Ab dann müssen neu zugelassene Autos CO2-neutral sein. Zugelassen werden nur Elektroautos oder Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Nicht erlaubt sind PKWs und Nutzfahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen Gewicht mit Verbrennermotor (Benzin, Diesel und Hybrid). Auch synthetische Treibstoffe sind nicht erlaubt.

  • Gibts Ausnahmen?

Ja, etwa für Spezialfahrzeuge, für die es einen Verbrennermotor braucht, wie Land- und Baumaschinen, wie Mobilitätsexperte Andreas Kollmer von der Beratungsagentur Horváth zu 20 Minuten sagt. Auf Privatgelände wie einer Rennstrecke sind Benziner auch weiterhin erlaubt. Für Motorräder gibt es ebenfalls kein Verbot.

  • Was bedeutet das Verbot für die Schweiz?

Es ist unklar, ob die Schweiz das Verbot übernimmt. Der Branchenverband Auto Schweiz lehnt das Verbot ab, die Importeure bereiten sich aber dennoch auf entsprechende Szenarien vor, wie es auf Anfrage heisst.

  • Kann man in der Schweiz noch Autos mit Verbrennermotor kaufen?

Kaum, auch wenn die Schweiz das Verbot nicht übernimmt, wirds schwierig. «Wenn der Rest Europas nur noch Elektrofahrzeuge zulässt, werden die europäischen Hersteller auch keine Verbrennermotoren mehr für die Schweiz produzieren, dafür ist der Markt zu klein», sagt Automobil-Experte Peter Fuss vom Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY).

  • Kann ich noch Autos mit Verbrennungsmotor importieren?

Ja, wenn die Schweiz das Verbot nicht verhängt. Allerdings haben viele Hersteller schon bekannt gegeben, dass sie vor dem EU-Verbot mit Verbrennern aufhören wollen, Opel etwa bereits im Jahr 2028. Die US-Hersteller werden laut Horváth-Experte Georg Mrusek später dran sein, Ford will aber schon 2030 aussteigen.

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  • Gibt es dann noch Tankstellen für meinen Benziner?

«Das wird kein Problem sein, die bereits zugelassenen Autos werden ja noch lange gefahren werden», sagt Anja Schulze, Direktorin des Zentrums für Automobilforschung an der Universität Zürich. Allerdings wird es eine Herausforderung, ausreichend Ladestationen für Elektroautos in der Schweiz bereitzustellen, vor allem in den Städten. «Da ist die Schweiz noch nicht so weit wie einige EU-Länder», sagt Georg Mrusek von der Beratungsagentur Horváth.

Was hältst du vom Verbrenner-Verbot?

  • Wird mit dem Verbrennerverbot der Benzinpreis sinken?

Davon ist auszugehen. Wenn die Nachfrage sinke, steige der Wettbewerb zwischen den Mineralölkonzernen, sagt EY-Experte Fuss. «Auto-Papst» Dudenhöffer erwartet ebenfalls tiefere Benzinpreise, aber erst in etwa 30 Jahren, weil die Nachfrage durch die bereits zugelassenen Verbrenner noch lange bestehen bleibt. 

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