Aktualisiert 22.10.2020 10:54

Ganze Schweiz Corona-RisikogebietWer darf jetzt noch nach Deutschland reisen?

Deutschland erklärt die ganze Schweiz zum Risikogebiet. Was heisst das für Pendler, Einkaufstouristen und Familienbesuche? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

von
Daniel Waldmeier
1 / 8
Wer einreist, muss einen Coronavirus-Test machen und sich in Quarantäne begeben – vierzehn Tage lang oder bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Baden-Württemberg macht eine Ausnahme für Personen aus Kantonen im Grenzgebiet. 

Wer einreist, muss einen Coronavirus-Test machen und sich in Quarantäne begeben – vierzehn Tage lang oder bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Baden-Württemberg macht eine Ausnahme für Personen aus Kantonen im Grenzgebiet.

Keystone
 Sollte sich herausstellen, dass sich jemand nicht an die Testpflicht gehalten hat, droht eine happige Busse.

Sollte sich herausstellen, dass sich jemand nicht an die Testpflicht gehalten hat, droht eine happige Busse.

Keystone
Das Waadtland gehört in Deutschland schon seit September zu den Risikogebieten.

Das Waadtland gehört in Deutschland schon seit September zu den Risikogebieten.

Keystone

Welche Kantone kommen neu auf die deutsche Risikoliste?

Deutschland hat am Donnerstag die ganze Schweiz zum Corona-Risikogebiet erklärt. Bislang standen die Kantone Freiburg, Jura, Neuenburg, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich, Zug, Genf und Waadt auf der Liste.

Was sind die Folgen einer Aufnahme auf die Risikoliste?

Wer sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss nach der Einreise nach Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. In vielen Bundesländern entgeht der Quarantäne, wer einen aktuellen, negativen PCR-Test vorweisen kann (nicht älter als 48 Stunden). Die Details bestimmen die einzelnen Bundesländer und Landkreise. Baden-Württemberg hat eine Ausnahmebestimmung für Einreisende aus Grenzkantonen (die beiden Appenzell, Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Thurgau und Zürich). Diese dürfen für weniger als 24 Stunden weiterhin frei einreisen dürfen.

Ab wann tritt die Quarantänepflicht in Kraft?

Für die neu von der Risikoliste erfassten Gebiete gilt die Regelung ab Samstag.

Darf man noch nach nach Konstanz oder Weil am Rhein zum Einkaufen, wenn man in einem Risikokanton wohnt?

Für Personen aus Grenzkantonen bleibt das wegen der Ausnahmeregelung von Baden-Württemberg möglich. Kompliziert wird es für Einreisende, die sich in den übrigen Kantonen aufgehalten haben. Denn auch für Einkaufstouristen gilt die 14-tägige Quarantänepflicht. Einkaufen ist Stand heute also höchstens mit einem negativen PCR-Test möglich. Ausnahmen gelten, wenn sich eine Person in den letzten 14 Tagen weniger als 48 Stunden in einem Risikokanton aufgehalten hat. Geplant ist, dass die Ausnahme für Kurztrips ab dem 8. November für ganz Deutschland gilt. Die Quarantänepflicht soll zudem von 14 auf zehn Tage verkürzt werden. Dafür soll der Corona-Test erst nach 5 Tagen von der Quarantäne entbinden.

Sind auch Pendler betroffen?

Nein, zumindest nicht in Baden-Württemberg. Beruflich notwendige Einreisen aus dem Risikogebietzum Beispiel Berufspendler, Kindergartenkinder, Schüler oder Studierende –, müssen nicht in Quarantäne. Eine Ausnahme gilt auch für den grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr. Eine Durchreise auf direktem Weg bleibt also erlaubt. Keine Quarantänepflicht gilt, wenn man eine notwendige medizinische Behandlung vornehmen muss.

Darf ich die deutsche Familie noch besuchen?

Das ist für Reisende aus den Grenzkantonen ohne Test möglich, wenn die Familie in Baden-Württemberg wohnt. Für Reisende aus anderen Kantonen kommt es darauf an, wie eng die Beziehung ist: Das Bundesland befreit etwa Verheiratete oder Partner in einer festen Beziehung von der Quarantänepflicht. Aber: Der «blosse Besuch von Verwandten begründet keine Ausnahme von der Quarantänepflicht», heisst es. In anderen Bundesländern können wiederum andere Regeln gelten.

Welche Bussen drohen bei einem Verstoss gegen die Verordnung?

Wer aus einem Risikogebiet einreist und sich nicht in Quarantäne begibt oder diese bricht, kann mit einem Bussgeld von 500 bis 10’000 Euro belegt werden. Wer die Behörden nicht sofort informiert, kann mit bis zu 3000 Euro gebüsst werden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
1682 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Moni

16.10.2020, 18:48

es ist bereits wieder anders Einkaufstouristen und Europapark sind erlaubt für 24 Std. also könnt ihr das Zürcherbashing wieder lassen! ich freue mich als Zürcherin weiter in DE einkaufen zu können.

Neckname

16.10.2020, 18:08

Oje, man muss für die Wägeli anstehen... das ist ja echt hart jetzt.

Bäumig

16.10.2020, 16:45

Trägt ihr gerne Masken? Nicht? Also bleiben Sie zuhause!