Aktualisiert 08.12.2011 10:46

Sorgenbarometer

Das beschäftigt die Schweiz

Die weltweite Finanzkrise treibt auch Herr und Frau Schweizer um. Im aktuellen Sorgenbarometer der Credit Suisse dominieren die Wirtschaftsthemen.

von
aeg

Die unsichere wirtschaftliche Lage beschäftigt die Schweizerinnen und Schweizer. Auf dem neuen CS-Sorgenbarometer rangiert die Arbeitslosigkeit zuoberst – wie schon in den vergangenen Jahren. Aber auch Ausländerfragen beunruhigen.

Von den befragten Schweizerinnen und Schweizern gaben 52 Prozent an, dass ihnen die Arbeitslosigkeit Sorgen bereitet. Ausländerfragen wurden von 36 Prozent genannt, ein Plus von 5 Prozentpunkten. Knapp dahinter auf Rang drei – und noch nie so weit oben auf der Liste – ist mit 35 Prozent die Sorge um die Wirtschaftsentwicklung.

AHV bereitet weniger Sorge

Auffällig sind im diesjährigen Rating auch die steigenden Sorgen bezüglich der Finanzkrise und der Regulierung der Finanzmärkte. 30 Prozent zeigen sich darüber besorgt – 17 Prozent mehr als noch vergangenes Jahr.

Die Sorgen um die AHV und die Altersvorsorge allgemein sind hingegen auf ein Rekordtief (Rang 6, 27%) abgerutscht. Dies ohne dass hier eine politische Lösung gefunden worden wäre, wie die CS zu ihrem Barometer schreibt. Aus den Top Ten fielen Umweltschutz und europäische Integration.

Vertrauen in das Bundesgericht

Die Mehrheit der befragten Personen schätzt die persönliche wirtschaftliche Lage als positiv ein (54 Prozent). 83 Prozent gehen zudem davon aus, dass dies auch in den nächsten 12 Monaten so bleibt. Die allgemeine wirtschaftliche Lage wird hingegen zunehmend kritisch beurteilt (plus 11 Prozent).

Das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist wieder im Sinken. Die Liste der vertrauenswürdigsten Akteure führt das Bundesgericht an, gefolgt von Arbeitnehmerorganisationen (im Vorjahr nur auf Rang 14).

Zuhinterst auf der Liste rangieren die politischen Parteien (37%) und die EU (20%), die massiv an Vertrauen verloren haben. Das Vertrauen in die EU scheine wieder stärker angeschlagen zu sein, nachdem es seit 2005 stetig gewachsen sei, schreibt die CS. Vermutlich sei es die Eurokrise, die zu diesem Einbruch führte.

Die CS erstellt seit 35 Jahren einen Sorgenbarometer. Für den Barometer 2011 wurden 1000 Stimmberechtigte zwischen dem 1. und 28. August 2011 in der ganzen Schweiz befragt. (aeg/sda)

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