Die Stimmen zum WM-Final zwischen Argentinien und Frankreich

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Argentinien – Frankreich«Das beste Spiel, das ich je gesehen habe» – die Stimmen zum WM-Final

Ein denkwürdiger WM-Final sorgte bei Beteiligten auf beiden Seiten für Begeisterung. Auch die Fussballwelt staunt über ein völlig verrücktes Spiel.

von
Lucas Werder
(aus Doha)

Eine verrückte Partie: 97 Sekunden nach dem 1:2 macht Kylian Mbappé das 2:2.

SRF

Darum gehts

  • Argentinien schlägt Frankreich im WM-Final im Penaltyschiessen und ist Weltmeister.

  • Die Fussballwelt staunt über eine Partie, die einer Achterbahnfahrt gleichkommt.

  • «Das Spiel war komplett verrückt», sagt Argentinien-Coach Scaloni.

  • Frankreich-Trainer Deschamps machte physische Probleme mitschuldig für die Pleite.

Die Welt staunt über einen denkwürdigen WM-Final zwischen Argentinien und Frankreich (4:2 im Elfmeterschiessen). Nach 80 Minuten hatten die Südamerikaner bereits wie der sichere Weltmeister ausgesehen, doch ein bereits totgeglaubtes Frankreich schlug nochmals zurück und lancierte eine an Dramatik nicht zu überbietende Partie nochmals neu – bis ins Elfmeterschiessen. «Das beste Fussballspiel, das ich je gesehen habe», brachte der ehemalige englische Nationalspieler und heutige TV-Experte Gary Neville die Meinung von Millionen Fans auf den Punkt.

Auch Argentinien-Trainer Lionel Scaloni fand nach dem dramatischen Final, in dem sein Team zweimal eine Führung aus der Hand gegeben hatte, deutliche Worte: «Das Spiel war komplett verrückt!» Seine Mannschaft hätte die Partie bereits in 90 oder 120 Minuten für sich entscheiden müssen, so der 44-Jährige.

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Martínez versprach, zwei Penaltys zu halten

Vor dem Penaltyschiessen habe er versucht, die richtigen Worte zu finden. «Ich habe den Spielern gesagt, dass wir ruhig und optimistisch bleiben müssen.» Ein Plan, der aufging – auch weil bei den Franzosen die Nerven versagten. Coman scheiterte an Goalie Martínez, Tchouaméni schoss neben das Tor. «Emiliano sagte uns vor dem Penaltyschiessen, dass er zwei Penaltys halten werde», erzählte Scaloni.

Frankreich-Trainer Didier Deschamps sprach zwar von einem «grossartigen Comeback», machte die Niederlage aber unter anderem an physischen Problemen fest. «Wir hatten nur vier Tage seit dem letzten Spiel. Also war da vielleicht auch etwas Müdigkeit», so der 54-Jährige. Dies dürfe aber keine Entschuldigung sein. «Wir haben einfach nicht die gleiche Energie wie in den letzten Spielen gezeigt», so Deschamps. «Es sollte nicht sein.»

Das sagt die Welt zum WM-Final

David Alaba (Fussballer, Real Madrid): «Das beste Fussballspiel, das ich bis jetzt vor dem Fernseher gesehen habe! WOW!»

Michael Ballack (Ex-Fussballer, Vize-Weltmeister 2002): «Ich habe immer noch Gänsehaut. Es hatte alles, was den Fussball auszeichnet.»

Serena Williams (Ex-Tennisspielerin): «Ok, wenn ich einen Herzinfarkt bekomme, dann nur, weil ich das sehe.»

Tim Cook (Apple-CEO): «Eines der besten Spiele, die ich je gesehen habe. Glückwunsch Argentinien!»

Emmanuel Macron (Frankreichs Staatspräsident): «Les Bleus haben uns zum Träumen gebracht. Bravo an die französische Mannschaft für ihre Leistung und ihren Kampfgeist bei dieser Weltmeisterschaft. Sie haben die Nation und die Fans auf der ganzen Welt begeistert.» 

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