Aktualisiert 16.05.2010 06:31

Finalissima«Das Beste, was passieren konnte»

Hakan Yakin kennt Basel und YB aus der Vergangenheit gut. Mit seiner Leistung beim 5:1 für Luzern trug er zuletzt einiges zur Finalissima bei. Festlegen will er sich aber nicht.

Hakan Yakin: Spielte früher bei Basel und YB.

Hakan Yakin: Spielte früher bei Basel und YB.

Kaum ein aktueller Spieler der Axpo Super League - abgesehen vielleicht von David Degen - kennt das Innenleben der beiden besten Schweizer Vereine besser als Yakin. In Basel nahm die Karriere des begnadeten Technikers vor 15 Jahren ihren Lauf. Bis 1997 und von Winter 2001 bis 2003 trug der 33-jährige Münchensteiner 141 Mal in der Meisterschaft das FCB-Dress, wurde je zwei Mal Meister und Cupsieger und erzielte 45 Tore. Nach seinen Gastspielen in Stuttgart und Istanbul schlug Yakin im Sommer 2005 für drei Saisons seine Zelte in Bern auf. Zu Titeln kam er mit YB zwar nie, mit 40 Treffern in 83 Partien (Torschützenkönig 2008) gehörte er aber unter Gernot Rohr und Martin Andermatt zu den prägendsten Figuren.

Vor der Auswärtspartie gegen Luzern hatte Yakin seinen ehemaligen Berner Kollegen geraten, «nicht mit Vollgas auf Sieg, sondern mit dosiertem Risiko eiskalt auf eine Remis zu spielen». Für den Meisterschaftsfinal wollte er sich nicht mehr als Tipper betätigen. «Mein Interesse gilt ausschliesslich dem FC Luzern. Den Titel mag ich Basel und den Young Boys gönnen. Ich habe für beide Teams grosse Sympathien, habe an beiden Orten tolle Zeiten erlebt.» Obwohl er im bedeutungslos gewordenen Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers gesperrt sein wird, reist Yakin mit nach Zürich. «Wir werden uns im Letzigrund einen gemütlichen Nachmittag machen.»

Das beste für die Fans

Aus Sicht des neutralen Betrachters findet Yakin aber doch, für die Fans gebe es kein besseres Ende einer Saison. «Das ist das Beste, was dem Schweizer Fussball-Publikum passieren konnte.» Er erwartet ein anderes, mutigeres und konzentrierteres YB als am Auffahrtstag in Emmenbrücke. «YB spielt mit der Wut im Bauch, der Kunstrasen liegt ihnen mehr als unser Rasen», sagt er. «Als Spieler kann ich sagen, dass man gegen Basel nicht gross motiviert werden muss, wenn man im letzten Spiel vor den eigenen Fans Meister werden kann. Vielleicht ist es sogar gut, dass YB diese negative Erfahrung gegen uns gemacht hat. Aus Fehlern lernt man.»

Trainerreaktionen nach Luzern - YB

(si)

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