Aktualisiert 25.05.2010 20:15

Tod im Pfäffikersee

Das Boot war zu klein

Die Polizei hat die Leiche des vermissten Roman M. aus dem Pfäffikersee geborgen. Er starb wohl, weil das gestohlene Boot zu klein war und ihn seine Kleidung behinderte.

von
Regina Ryser

Nun ist es traurige Gewissheit: Roman M.* ist ertrunken. Der 22-jährige Fehraltorfer hatte in der Nacht auf Pfingstmontag – zusammen mit drei Kollegen – betrunken ein Boot gestohlen und galt seither als vermisst.

Zum Verhängnis wurde dem Automechaniker, dass es sich beim gestohlenen Boot um ein Zweierboot handelte: «Es hatte kein Loch, ist aber für vier Personen viel zu klein», sagt Mary Schaufelberger von der Bootsvermietung am Pfäffikersee. Sie glaubt, dass die jungen Männer mit dem Boot hin und her schaukelten und in Panik gerieten, als sich dieses leicht mit Wasser füllte. Sicher ist: Roman M. landete kurz darauf voll bekleidet im See und ignorierte in der Folge offenbar den Rat seiner Kollegen, die Kleider auszuziehen.

«Mit Kleidern zu schwimmen, ist schwierig und kräftezehrend – darüber staunen auch geübte Schwimmer», so Prisca Wolfensberger, Sprecherin der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. Grundsätzlich sei es von Vorteil, Hosen, Schuhe und Jacken auszuziehen. «Gewisse Stoffe werden im Wasser sehr schwer.» Roman M.s Kollegen blieben unversehrt. Sie müssen laut Polizei wahrscheinlich nicht mit rechtlichen Schritten rechnen.

*Name der Redaktion bekannt

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