FCB in der CL-Quali: Das braucht es auf dem Weg zum Millionentopf
Aktualisiert

FCB in der CL-QualiDas braucht es auf dem Weg zum Millionentopf

Yann Sommers Heldentat in der Nachspielzeit kann für den FC Basel bis zu 30 Millionen Franken wert sein. Dafür muss noch ein Gegner aus dem Weg geräumt werden. Trainer Heiko Vogel sagt wie.

von
ete

Es lief bereits die Nachspielzeit, als FCB-Keeper Yann Sommer den entscheidenden Elfmeter abwehrte und sein Team in die CL-Playoffs rettete. Die Parade dürfte einiges mehr wert sein, als nur das Ticket in die nächste Runde. Basel spielt somit zumindest in der Europa League. Der FCZ verdiente dort in der letzten Saison – trotz Ausscheiden in der Gruppenphase – rund drei Millionen (exklusiv die rund 4,5 Millionen Einnahmen aus den CL-Playoffs gegen Bayern München).

Basel will natürlich in die Königsklasse. Da gibt es ein Vielfaches zu verdienen. Würde der Schweizer Meister in die Gruppenphase kommen, dürften gut 20 Millionen Franken in die Klubkasse fliessen, erreicht der FCB wie in der letzten Saison gar die Achtelfinals wären wohl zusätzliche 10 Millionen drin. In der letzten Saison verdiente der Schweizer Krösus knapp 30 Millionen Franken aus der Champions League. Alleine die Playoff-Qualifikation bringt 2,5 Millionen Franken ein.

Seit 24 Ausscheidungsspielen ungeschlagen

Fast wäre der FCB auf seinem Weg zur dritten Teilnahme in Folge in der Königsklasse gestolpert. Dank seinem Goalie Yann Sommer, der bereits den dritten der letzten fünf Penaltys gehalten hat (in bester Erinnerung vor allem die zwei gegen den FC Luzern, die den FCB zum Cupsieger machten). So bleibt Rotblau bereits im 24. Ausscheidungsspiel zu einem Uefa-Wettbewerb in Serie seit dem 24. August 2006 (1:2 in Vaduz) ungeschlagen und ist im besten Fall nur noch 180 Minuten von seinem Ziel, der Gruppenphase der Champions League, entfernt.

Am Freitag um die Mittagszeit wissen die Basler Protagonisten dann auch, gegen welchen Gegner es in diesen mindestens 180 Minuten gehen wird. Die möglichen fünf Widersacher auf dem «Championsweg» sind Helsingborg IF (Swe), NK Maribor (Slo), Limassol (Zyp), Hapoel Kiryat Shmona (Isr) und CFR Cluj (Rum), ein aus der CL-Gruppenphase 2010/11 bekanntes Team. Allesamt Teams in Augenhöhe mit dem FCB und machbare Lose.

2,5 Millionen Franken für die Playoffs

Dabei darf sich der FCB in diesen Playoff-Partien am 21./22. und 28./29. August aber nicht noch einmal so einen Hänger erlaubt wie gegen Molde FK. «Als maximal unzufriedenstellend» hat FCB-Trainer Heiko Vogel die Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit gegen den norwegischen Meister beurteilt. Zudem kritisierte Vogel die Einstellung. «Es war eine Frage des Investments, die Mannschaft hatte wohl das Gefühl, dass auch weniger genügt. Da ist man einmal unpräzise und schwupp war da die erste Chance, die zweite und die dritte war dann drin. Egal gegen welchen Gegner – auf diesem Niveau kann man sich das nicht leisten.»

Zwar sei es meistens das Schönste, wenn es so eng wird. «Adrenalin pur», nannte es Vogel. An Dramatik hat es in den Schlussminuten im St.-Jakob-Park am Mittwochabend auch wahrlich nicht gefehlt. «Das ist es doch, warum Zuschauer, Trainer und Spieler Fussball schauen oder spielen». Einfach gesagt, wenn es dann diesen Ausgang nimmt. Zumindest aber hat der Schweizer Meister nicht mehr den Druck auf den Schultern, das man in diesem Herbst europäisch nicht mehr dabei ist. Denn mit dem Erreichen der Playoffs hat sich der FCB auf jeden Fall schon die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League gesichert – und 2,5 Millionen Franken. Das ist die Prämie, die die Uefa für die Teilnahme in den Playoffs ausschüttet.

Yann Sommer zum Sieg gegen Molde.

Markus Steinhöfer zum Sieg gegen Molde.

Deine Meinung