Eine Umarmung zu viel: Das darf Ahmadinedschad nicht tun

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Eine Umarmung zu vielDas darf Ahmadinedschad nicht tun

Es war eine Geste des Mitgefühls: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat bei der Trauerfeier für den verstorbenen Chávez dessen Mutter in den Arm genommen. Jetzt hagelt es Kritik aus dem Iran.

von
kub
Zu nahe gekommen: Präsident Mahmud Ahmadinedschad dürfte, wenn es nach den iranischen Klerikern geht, Chávez Mutter nicht umarmen.

Zu nahe gekommen: Präsident Mahmud Ahmadinedschad dürfte, wenn es nach den iranischen Klerikern geht, Chávez Mutter nicht umarmen.

Er hält ihre Hand, die Gesichter berühren sich leicht: Präsident Mahmud Ahmadinedschad steht im Iran in der Kritik, weil er Elena Frias de Chávez, die Mutter des verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, in den Arm genommen hat. Iranische Zeitungen zitierten am Dienstag kritische Stimmen von Geistlichen aus Ghom. Sie sagten, diese Art von Kontakt sei verboten, das Verhalten sei unangemessen und albern.

Das islamische Recht im Iran verbietet den physischen Kontakt mit Vertretern des jeweils anderen Geschlechts. Von Ahmadinedschads Geste bei der Trauerfeier für Chávez vergangene Woche war ein Foto veröffentlicht worden. Der iranische Präsident streitet laut BBC alles ab. Das Foto sei nicht echt. «Entweder ist es gefälscht oder so aufgenommen worden, dass der Schein trügt. Aber es gab kein Händeschütteln», sagte ein Berater des Präsidenten. Alles sei eine «Schmierenkampagne».

Hugo Chávez ist tot

Kritik gab es von den Geistlichen auch an Ahmadinedschads Beileidsschreiben nach Chávez' Tod. Darin hatte der Präsident den Verstorbenen als Märtyrer bezeichnet, der gemeinsam mit Jesus Christus und Imam Mahdi - einem von Schiiten verehrten Heiligen des neunten Jahrhunderts - auferstehen werde. (kub/sda)

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