Mit 21 Jahren: Das «dickste Kind der Welt» ist tot
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Mit 21 JahrenDas «dickste Kind der Welt» ist tot

Der Russe Dschambulat Chatochow galt lange als das dickste Kind der Welt. Nun ist er im Alter von 21 Jahren gestorben.

von
Reto Heimann
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Dschambulat Chatochow ist mit 21 Jahren gestorben. 

Dschambulat Chatochow ist mit 21 Jahren gestorben.

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Schon mit sechs Jahren brachte er 100 Kilogramm auf die Waage.

Schon mit sechs Jahren brachte er 100 Kilogramm auf die Waage.

Seine Mutter wies jeden Vorwurf, sie sei für sein Übergewicht verantwortlich von sich. Sie sagte, ihr Sohn sei «eine Art Superheld».

Seine Mutter wies jeden Vorwurf, sie sei für sein Übergewicht verantwortlich von sich. Sie sagte, ihr Sohn sei «eine Art Superheld».

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Darum gehts

  • Schon mit vier Jahren galt Dschambulat Chatochow als dickstes Kind der Welt, mit sechs wog er bereits hundert Kilogramm.

  • 2009 warnten die Ärzte, Chatochow sei in miserabler Verfassung. Seine Mutter wies stets die Schuld von sich.

  • Nun ist Chatotow im Alter von 21 Jahren verstorben.

Dschambulat Chatochow war nicht einfach nur ein Wonneproppen, ein vielleicht etwas dickliches Kind. Nein, Chatochow galt schon im Alter von vier Jahren als «dickstes Kind der Welt» – das «Guinness Buch» listete diesen Rekord offiziell. Mit sechs Jahren dann wog Dschambulat Chatochow bereits an die 100 Kilogramm.

Nun ist Chatochow tot. Das berichten mehrere internationale Medien übereinstimmend. Er wurde 21 Jahre alt. Betal Gubschew, der Präsident des Sumo- und Wrestlingverbandes, für den Chatochow sich engagierte, vermeldete seinen Tod über Social Media: «Der erste Sumoringer von Kabardino-Balkarien ist verstorben. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.»

«Sein Gesundheitszustand ist schrecklich»

Schon früh wusste Chatochow seine ungeheure Körperfülle und immense Kraft einzusetzen. Er nahm an Sumo-Ringkämpfen, aber auch an Armdrück-Wettbewerben teil. Und wurde stetig dicker.

Ärzte warnten schon 2009 – Chatochow war noch keine zehn Jahre alt – von den Gesundheitsrisiken, die seine Fettleibigkeit mit sich bringen. «Dschambulats Gesundheitszustand ist schrecklich. Mit seinem Gewicht hat er ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Krebs und Herzerkrankungen», sagten sie. Das Übergewicht war den Ärzten ein Rätsel: Einen Gendefekt schlossen sie aus.

Immer wieder wurde spekuliert, ob Chatochows Fettleibigkeit auf eine Vernachlässigung seiner Eltern zurückzuführen sei. Seine Mutter, selbst Krankenschwester, wehrte sich dagegen. «Er wächst eben, nach oben und in die Breite. Was soll ich dagegen tun? So ist er, so hat Gott ihn geschaffen.»

«Eine Art Superheld»

Niemals würde sie Dschambulat etwas antun, was seiner Gesundheit schaden würde, versicherte sie. Es sei auch nicht so, dass ihr Sohn einen zu grossen Appetit verspüren würde: «Er isst normale Portionen, genau wie sein Bruder.»

Die Familie von Dschambulat Chatochow war stolz auf ihn. «Er zeigt den Menschen gern, wie stark er ist. Er ist eine Art Superheld, ein Gigant, der sich um jeden kümmern und jeden beschützen kann», sagte seine Mutter. Woran Chatochow gestorben ist, ist noch unklar.

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