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Schwämmchen-SiffDas Dreckigste in deiner Tasche ist dein Make-up

Ihrer Haut tragen Frauen meist Sorge. Anders sieht das mit ihren Kosmetika aus: Die bleiben sich selbst überlassen und werden zur Erreger-Brutstätte.

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Das Necessaire muss nicht unbedingt so aussehen, damit Keime auf die Kosmetika gelangen. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Grossbritannien.

Das Necessaire muss nicht unbedingt so aussehen, damit Keime auf die Kosmetika gelangen. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Grossbritannien.

iStock/Mukhina1
Die Forscher der Aston University in Birmingham hatten verschiedene Arten von Kosmetikprodukten untersucht: Make-up, Lippenstift und Lipgloss, Eyeliner sowie Mascara.

Die Forscher der Aston University in Birmingham hatten verschiedene Arten von Kosmetikprodukten untersucht: Make-up, Lippenstift und Lipgloss, Eyeliner sowie Mascara.

Wikimedia Commons/Montserrat Boix/CC BY-SA 4.0
Dabei stiessen sie auf jede Menge Keime.

Dabei stiessen sie auf jede Menge Keime.

Giphy.com

Unappetitlich! Das ist das Urteil, das britische Wissenschaftler über die Beauty-Produkte in unseren Schminktaschen und

-tischen fällen.

Das Team um Amreen Bashir und Peter Lambert von der Aston University in Brimingham hatte für seine im «Journal of Applied Microbiology» publizierte Studie vier Arten Make-up unter die Lupe genommen: Make-up, Lippenstift und Lipgloss, Eyeliner sowie Mascara. Insgesamt untersuchten die Biomediziner 467 bereits angebrochene Produkte.

Bakterien und Pilze

Dabei stiessen sie auf jede Menge Keime. Bis zu 90 Prozent der getesteten Artikel waren von Bakterien und Pilzen befallen. Unter den identifzierten Erregern waren auch potenziell tödliche wie das Hautbakterium Staphylococcus aureus, der Fäkalkeim Escherichia coli und das Bakterium Citrobacter freundii, das eigentlich im menschlichen Darm zu Hause ist.

Die Keime können Hautinfektionen und – wenn sie in die Nähe von Augen, Mund, Schnitten oder Schürfwunden gelangen – sogar Blutvergiftungen verursachen. Gefährdet sind vor allem ältere Personen und solche mit einem schwachen Immunsystem.

Als schlimmste Keimschleudern entpuppten sich Make-up-Schwämmchen (Beauty-Blender), die zum Auftragen von Foundation und dem sogenannten Contouring dienen. Sie wiesen nicht nur die höchste Bakteriendichte auf, sondern waren auch mit Pilzen kontaminiert, wie die Hochschule mitteilte.

Falsche Anwendung

Schuld an der Keimfülle sind die Make-up-Nutzer offenbar selbst. In einer anschliessenden Befragung von Nutzerinnen zeigte sich, dass die Mehrheit ihren Schminksachen nicht genug Aufmerksamkeit zukommen lässt.

So gaben 97,9 Prozent der Teilnehmerinnen an, nicht aufs Haltbarkeitsdatum zu achten und abgelaufenes Make-up einfach weiterzuverwenden. 93 Prozent sagten aus, noch nie ihre Pinsel oder Schwämmchen gereinigt zu haben. Und 67 Prozent gaben an, diese unbekümmert weiterzubenutzen, wenn sie auf den Boden gefallen sind.

Verfallsdaten beachten

Die Forscher rufen Fans von Make-up dazu auf, künftig sorgsamer mit ihren Utensilien umzugehen. «Verfallsdaten werden nicht aus Spass angegeben», zitiert sie Sciencealert.com. Es zeige vielmehr an, «wie lange Konservierungsmittel im Produkt die Bakterienkontamination in Schach halten können.»

Den Nutzern von Beauty-Blendern raten die Wissenschaftler, diese mit warmem, seifigem Wasser zu reinigen und diese dann vollständig trocknen zu lassen. Restfeuchtigkeit dagegen könnte die Vermehrung der Erreger noch fördern.

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