Arktis: Das Eis wird dünn und dünner
Aktualisiert

ArktisDas Eis wird dünn und dünner

Im vergangenen Winter schrumpfte die Eisdecke in grossen Teilen der Arktis um fast einen halben Meter, was einem Fünftel der Gesamtdicke entspricht.

Einige Bewohner der Arktis sehen Sie in unserer Bildstrecke

Die Eisdecke in der Arktis wird laut einer britischen Studie immer dünner. Im vergangenen Winter schrumpfte die Eisdicke in grossen Teilen der Arktis um fast einen halben Meter.

Das entspricht etwa 20 Prozent der Gesamtdicke, wie Forscher vom University College in London in den «Geophysical Research Letters» (online) berichten. Dies folge den «dramatischen» Entwicklungen im Sommer 2007, als die Ausdehnung des arktischen Eises auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen sank.

Bis zum vergangenen Winter habe sich die Dicke des Eises im arktischen Meer nur langsam reduziert, heisst es in dem Bericht. Seit die Ausdehnung aber im Sommer 2007 so weit zurückgegangen sei, nehme auch die Eisdicke rapide ab.

Die Forscher benutzten Satelliten, um die Eisdicke zu messen. Im Winter ist die Decke durchschnittlich ungefähr zweieinhalb Meter dick. Aus der Studie geht hervor, dass die Eisdicke im Durchschnitt um 26 Zentimeter (zehn Prozent) zurückging - jedoch in der westlichen Arktis um fast 50 Zentimeter.

In dieser Region wurde die Nord-West-Passage im Sommer 2007 eisfrei und erstmals seit 30 Jahren für die Schifffahrt geöffnet. Nach eigenen Angaben sind die Wissenschaftler die ersten, die die Eisdicke in den Wintermonaten zwischen Oktober und März in der Hälfte der Arktis gemessen haben. (sda)

Deine Meinung