15.09.2020 13:17

In Bildern Tierschicksale in der kalifornischen Feuerkatastrophe

Bei den verheerenden Waldbränden an der amerikanischen Westküste haben viele Menschen alles verloren. Auch Wild- und Haustiere sind den Flammen hilflos ausgeliefert.

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Kater Prince hat sich alle Pfoten verbrannt. 

Kater Prince hat sich alle Pfoten verbrannt.

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Ein Streunerhund wird in Berry Creek, Kalifornien, aus der Gefahrenzone gebracht. 

Ein Streunerhund wird in Berry Creek, Kalifornien, aus der Gefahrenzone gebracht.

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Die Katze – die Tierärzte gaben ihr den Namen Chestnut – erhält eine Infusion. 

Die Katze – die Tierärzte gaben ihr den Namen Chestnut – erhält eine Infusion.

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Darum gehts

  • In Kalifornien kämpften fast 16’500 Feuerwehrleute gegen über 87 grosse Feuer an.
  • Dutzende Menschen starben in den Flammen und Dutzende Personen werden vermisst.
  • Auch Haus- und Wildtiere sind unter den Opfern. Viele mussten zurückgelassen werden.

Verheerende Waldbrände im Westen der USA haben in den vergangenen Wochen riesige Flächen Land zerstört, und die Zahlen steigen weiter an. In zehn Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Oregon und Washington, verwüsteten 87 grosse Feuer mehr als 18’600 Quadratkilometer Land, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center mitteilte.

In Kalifornien kämpften fast 16’500 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Das ganze Ausmass des Feuerinfernos ist noch nicht abzusehen, ein Anstieg der Opferzahlen wird befürchtet.

Dabei gibt es nicht nur menschliche Verluste zu beklagen, auch Wild- und Haustiere sind den Flammen ausgeliefert. Die Bundesbehörde National Interagency Fire Center rät Tierhaltern zwar, einen Evakuierungsplan auch für die Tiere aufzustellen. Doch Tausende Bewohner mussten Haus und Land wegen der Feuerwalzen bereits fluchtartig verlassen. Ihre Vierbeiner blieben zurück.

Beruhigen sich gegenseitig: Ein Mann und sein Hund warten bei Shaver Lake auf die Evakuierung.

Beruhigen sich gegenseitig: Ein Mann und sein Hund warten bei Shaver Lake auf die Evakuierung.

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Viele Tiere erlitten schwere Verbrennungen, und es wurden mehrere Spendenaufrufe lanciert, damit ihre Besitzer, die oft auch ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, die Tierarztkosten zahlen können. Mehrere Tierärzte haben sich zusammengeschlossen, um ihre Patienten in dieser Notlage gratis zu behandeln. Im ganzen Bundesstaat wurden Abgabe- und Behandlungszentren eingerichtet – selbst auf Flughäfen oder in Kirchen und Kasinos.

Ein acht Wochen altes Kätzchen mit Verbrennungen am Kopf. 

Ein acht Wochen altes Kätzchen mit Verbrennungen am Kopf.

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Die gewaltige Flammenmeer hat weite Teile der Westküste in dichten Rauch gehüllt. An vielen Stellen warnen die Behörden vor gesundheitsschädlicher Luftqualität. Am Dienstag sollten in Oregon viele Schulen geschlossen bleiben. Die Fluggesellschaft Alaska Airlines stellte am Montag wegen des dichten Rauches alle Flüge von und nach Portland (Oregon) und Spokane (Washington) ein. Dieser Stopp sollte voraussichtlich bis Dienstag andauern.

Ein Alpaca mit schweren Verbrennungen wird im Tierspital der University of California behandelt. 

Ein Alpaca mit schweren Verbrennungen wird im Tierspital der University of California behandelt.

via REUTERS

Im Raum San Francisco warnten die Behörden am Montag erneut vor bedenklicher Luftverschmutzung, dies war der 30. Tag in Folge. Der bisherige Rekord lag bei 14 Tagen im Jahr 2018, als im Norden Kaliforniens verheerende Waldbrände wüteten.

Oregon und Kalifornien

Vermisste und Tote

In den Brandzonen in Oregon waren am Montag 22 Menschen als vermisst gemeldet. Zehn Todesfälle seien bestätigt worden, teilte Gouverneurin Kate Brown mit. Ganze Ortschaften brannten in dem Staat ab.

Im Nachbarstaat Kalifornien teilte Gouverneur Gavin Newsom mit, dass dort mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen seien. Schon jetzt zählen 6 der derzeitigen Brände zu den 20 grössten in der Geschichte des «Goldenen Staates» seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930.

(SDA/gux)

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18 Kommentare
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Gaga Journalismus

16.09.2020, 07:17

Diese Art Brandstiftung beinhaltet bewusste Inkaufnahme von toten Menschen und Tieren. Dieser Bericht ist keine Zeile wert, denn es verzerrt das reale Bild dieses Problems.

Nick Müller

15.09.2020, 15:51

Das Feuer in Paradise CA sowie die Tweets sind aus dem Jahr 2018.. Warum wird im Bericht so geschrieben, als wäre das dieses Jahr passiert?

Ich liebe Tiere

15.09.2020, 15:38

schön wenn Menschen ein Herz für Tiere haben.