Huawei P20 Pro: Das erste Smartphone mit einer Dreifachkamera
Aktualisiert

Huawei P20 ProDas erste Smartphone mit einer Dreifachkamera

Huawei hat das P20 Pro enthüllt – das erste Handy mit einer Dreifachkamera. Dass das mehr als nur ein Marketing-Gag sein könnte, zeigt ein kurzer Test.

von
tob

Kameras in Smartphones werden von Jahr zu Jahr besser. Waren Fotos der ersten Telefone aus dem Jahr 2007 noch unscharf und pixelig, können es heutige Handys sogar mit Kleinbildkameras aufnehmen.

Schlecht schneiden viele Handys aber ab, wenn wenig oder fast gar kein Umgebungslicht mehr vorhanden ist. Mit dem Modell P20 Pro will Huawei hier die Latte höher legen. Das Handy ist ganz auf die Fotografie ausgerichtet.

Premiere mit drei Linsen

In dem Smartphone, das heute vorgestellt wurde, steckt die erste Dreifachkamera überhaupt in einem Handy. Diese wurde mit dem Kamerahersteller Leica entwickelt. Dabei sind zwei davon Linsen mit unterschiedlicher Brennweite und hinter der dritten Linse steckt ein Schwarz-Weiss-Sensor. 20 Minuten konnte das Gerät schon vor der Präsentation kurz antesten.

Sehtest wie beim Optiker

Bei der Demo gab es verschiedene Stationen, die die Stärken der Kamera hervorheben sollten. Zuerst konnte der Zoom des P20 Pro getestet werden. Ähnlich wie beim Augenoptiker, jedoch in acht Metern Entfernung, hing ein Zettel mit Buchstaben.

Das Gerät verfügt über einen fünffachen Zoom, der sowohl optisch als auch digital – also aus der Kombination aus den drei Linsen und Software – hochgerechnet wird. Das Gerät hat keine Mühe, auch die unterste Zeile noch sichtbar zu machen. Möglich macht es die Bildstabilisierung mithilfe künstlicher Intelligenz. Je länger man die herangezoomte Kamera aufs Sujet richtet, desto ruhiger wird es auf dem Display.

Wie sieht das perfekte Bild aus?

Sowieso rühmt sich Huawei damit, dass sogar Fotobanausen mit dem Gerät noch gute Fotos machen. Denn die Software erkennt, was genau man fotografieren will, egal ob Essen, Landschaft oder Personen. Auch bietet die Kamera-App im richtigen Moment Hilfe, etwa mit einer Wasserwaage für die Komposition. Mit der Kombination der drei Sensoren gibt es Bilder mit einer Auflösung von bis zu 40 Megapixeln.

Langzeitbelichtung ohne Stativ

Besonders stark soll das P20 Pro bei schlechtem Licht sein. In einem abgedunkelten Raum konnten wir die Langzeitbelichtung testen. Bis zu acht Sekunden sind hier möglich – und zwar ohne Stativ. Auf dem Foto wird so die Skyline von Paris mitsamt Eiffelturm sichtbar, erinnert aber ein wenig an einen Scherenschnitt (siehe Video). Ruhig halten muss man das Gerät dabei allerdings schon. Bewegungen lassen das Bild verwackeln.

Die Kamera des P20 Pro hat in dem ersten Kurztest beeindruckt. Es ist spannend zu sehen, was mit der Kombination aus Software und Hardware alles möglich wird. Wie gut das Gerät wirklich ist, wird ein ausführlicher Test und der Vergleich mit anderen Smartphones zeigen. Ein Wermutstropfen: Das neue Modell hat keinen klassischen Kopfhöreranschluss mehr.

Das Huawei P20 Pro gibt es in diversen Farben. In der Schweiz soll es das Gerät ab 899 Franken zu kaufen geben. Neben dem Topmodell gibt es auch noch das P20 (mit Dualkamera) und das abgespeckte P20 Lite mit nur einer Kamera.

Huawei P20 Pro

Display: 6,1 Zoll Amoled

RAM: 6 GB

Speicher: 128 GB Speicher

Akku: 4000 mAh

Schutzart: IP67

Betriebssystem: Android 8.1

Anschluss: USB-Typ C

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