Aktualisiert 05.06.2014 14:21

Blue Balls 2014

Das Festival für Feinschmecker

Das Blue Balls in Luzern ist ein Festival der Entdeckungen. Neben den Headlinern wie Nina Nesbitt und Rita Ora ist nun auch das Programm ausserhalb des KKL bekannt.

von
Neil Werndli

Nina Nesbitt gilt als die grosse Newcomerin aus Schottland. (Video: Lorenz von Meiss)

«Frisch und unverbraucht» will das Blue Balls Festival sein, wie Festival-Director Urs Leierer betont. Tatsächlich gelingt es den Organisatoren immer wieder junge, spannende Künstler nach Luzern zu holen. Die 19-jährige Newcomerin Nina Nesbitt machen sie dieses Jahr zu ihrem Gesicht.

Am Mittwoch spielte die Londonerin eine Akustik-Session in Luzern und stand 20 Minuten Rede und Antwort. «Am liebsten würde ich gleich hierherziehen», schwärmt Nesbitt, die zum ersten Mal in der Schweiz ist.

Von den Söhnen Mannheims bis zu Velvet Two Stripes

«Es ist schon schräg, wenn man in einen Raum kommt, und da hängt ein riesiges Poster von einem selbst», erzählt Nina Nesbitt schüchtern. Man sieht ihr an, dass sie den Rummel um ihre Person noch nicht gewohnt ist. Genau das ist aber das Konzept des Blue Balls: Es ist ein Festival der Entdeckungen.

So spielen vom 18. bis 26. Juli auf der KKL-Plaza auch Schweizer Bands wie Oy, Glanton Gang, The Animen oder Velvet Two Stripes. Aber auch die grossen Namen fehlen nicht: Rita Ora, Passenger und Joss Stone geben sich in Luzern die Ehre. Das Festival schliessen werden die Söhne Mannheims, die in einem dreistündigen Set auch Gäste präsentieren werden. «Grosse Shows vor relativ kleinem Publikum – das wird sehr intim», freut sich Leierer.

Inmitten der Festivallandschaft Schweiz will das Blue Balls bewusst Aussenseiter sein. «Bei anderen Openairs ist das Programm konzentriert auf drei bis vier Tage. Das sind dann eher Grossisten – wir aber sind ein Feinschmecker-Festival», sagt Leierer. Nur schon die Wahl des Festival-Gesichts Nina Nesbitt beweist Mut: «Wir setzen bewusst nicht den grössten Namen auf das Plakat, sondern diejenigen, die man noch nicht kennt.»

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