Aktualisiert 18.09.2014 07:03

Marco Streller

«Das finde ich leicht übertrieben»

Das sagt Marco Streller rund 12 Stunden nach der Pleite in Madrid zur erstaunlichen Frage seines Trainers Paulo Sousa im Anschluss an das 1:5 gegen Real.

von
ete

Marco Streller, Paulo Sousa hat kurz nach dem Schlusspfiff der Mannschaft so etwas wie die Vertrauensfrage gestellt. Ist man derzeit beim FCB verunsichert?

Marco Streller: «Vertrauensfrage - das ist leicht übertrieben. Er hat auch einfach gefunden, dass wir mit dem Gegner mitspielen und uns gefragt, ob wir das auch so sehen, dass dies der richtige Weg sei. Alle Spieler, die in Madrid dabei gewesen waren, haben das mit Ja beantwortet. Und das habe ich schon am Dienstag nach dem Spiel gesagt: Das ist auch meine Philosophie von Fussball und auch die meiner Teamkollegen.

Hat man schon einige Erkenntnisse aus dieser ersten Analyse direkt nach dem Spiel ziehen können?

Zu den Erkenntnissen ist man schon relativ schnell nach dem Abpfiff gelangt: Sie waren schlicht besser als wir. Aber da muss man kein grosser Experte sein, um das zu sagen. Es ist einfach so, dass sie extrem viel Qualität haben. Um da was zu holen, müsste bei uns extrem viel aufgehen und bei ihnen extrem viel schieflaufen. Für eine detaillierte Analyse hatte ich noch keine Zeit, und ehrlich gesagt wollte ich darüber auch noch nicht nachdenken, denn so eine Niederlage zu verkraften kostet Energie genug.

Was muss unbedingt besser werden, damit man Liverpool oder auch Real im Rückspiel nicht wieder so ins Messer läuft?

Gegen Liverpool zu Hause gibt es ein ganz anderes Spiel und wir haben das am Abend noch angesprochen, dass uns englische Mannschaften einfach besser liegen. Wir haben das letzte Mal in Spanien (0:5 in Valencia im EL-Halbfinal) fünf Stück kassiert und jetzt wieder fünf. Die Spanier scheinen uns nicht so zu liegen. Wir sind halt eine Mannschaft, die versucht mitzuspielen, und dann läuft man halt ab und zu in so eine Klatsche. Aber mir ist das lieber als so ein hingewürgtes 0:0, bei dem man nur hinten reinsteht.

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