Star Style: Das First Girl Hollywoods
Aktualisiert

Star StyleDas First Girl Hollywoods

Sie ist so stilsicher, talentiert und cool: Neben Scarlett Johansson verblassen alle anderen.

von
Christina Duss

Auf Paparazzifotos trägt sie oft ziemlich schludrige Klamotten. Läuft ungeschminkt, den Hut tief in die Stirn gezogen, durch die Strassen New Yorks. Ihr Gang in flachen Ballerinas erinnert an den eines Schulmädchens, die Füsse ein wenig nach innen gerichtet. Total unspektakulär. Ansonsten kann Scarlett ihr Privatleben erstaunlich gut abschotten: So heiratete sie Ende September in der kanadischen Wildnis heimlich ihren Verlobten Ryan Reynolds. Und seither gelang es auch dem hartnäckigsten Paparazzo kaum mehr, das junge Ehepaar auf der Strasse zu fotografieren.

Wenn Scarlett Johansson aber auf dem roten Teppich auftaucht, wünscht man sich, jemand würde einen Zeitlupenschalter drücken. Denn sobald sich das unscheinbare Mädchen zurechtmacht und in die Rolle des glamourösesten Girls Hollywoods schlüpft, ist sie einfach grossartig. Dann trägt sie der Figur schmeichelnde Designer-Kleider mit üppigem Dekolleté, die Haare zu Locken aufgerollt und die Lippen zum roten Kussmund geschminkt — wie eine Filmdiva aus den 40er-Jahren.

Ihre hohen Gagen von mehreren Millionen Franken im Jahr hat sie freilich nicht nur den perfekten Auftritten zu verdanken. Scarlett Johansson ist eine talentierte Schauspielerin. Sie macht in Filmen so lässig auf Kindfrau oder Femme fatale, als würde sie gerade im echten Leben mit einem Bekannten quatschen. Dass sie auf der Leinwand ihre Filmpartner regelmässig an die Wand spielt, ist auch Regisseur Woody Allen nicht entgangen. Der Kultregisseur drehte mit ihr «Match Point», «Scoop» und auch den Film, der Anfang Dezember bei uns in die Kinos kommt: «Vicky Cristina Barcelona». Heute sind der berühmte ältere Herr mit Hornbrille und die junge Schöne dicke Freunde. «Ich mag Woody Allen. Er teilt am Morgen seine Muffins mit mir», sagt sie dazu.

Scarlett Johansson wird am 22. November erst 24 Jahre alt. Bereits hat sie sich mit coolen Indie-Filmen und erfolgreichen Blockbustern aber in die oberste Liga Hollywoods gespielt. Allein dieses Jahr war sie in der Schweiz mit drei Filmen am Start: «The Other Boleyn Girl» und «The Nanny Diaries» waren hier schon zu sehen, und am 4. Dezember läuft «Vicky Cristina Barcelona» an. Anfangs des nächsten Jahres folgen die bereits abgedrehten «The Spirit» und «He's Just Not That Into You».

Aber auch einer Scarlett Johansson fällt nicht immer alles in den Schoss.Manchmal muss sie verbissen kämpfen. Als ihr Zwillingsbruder als Kinderschauspieler eine Rolle kriegte, heisst es, habe sie so lange gebockt und geschrien, bis sie auch einen Part bekam. Und Ferien? Hat sie auch schon lange nicht mehr gemacht. «Wenn ich frei habe, denke ich ja sowieso nur über meinen Job nach.»

Der Ehrgeiz wurde in der Tochter eines dänischen Architekten und einer

polnischstämmigen Jüdin aus der Bronx schon früh geweckt. Mutter Melanie schickte sie in New York an die Lee-Strasberg-Schauspielschule. Schon mit 12 Jahren spielte Scarlett ein gehbehindertes Mädchen im Blockbuster «Der Pferdeflüsterer». Für ihre Rolle der einsamen Touristin Charlotte im Film «Lost in Translation» wurde sie schliesslich mehrfach ausgezeichnet. Und sorgte zum ersten Mal mit ihrem weiblichen Körper für Aufsehen: In der Anfangsszene des Films ist nur Scarlett Johanssons runder Po in einer durchsichtigen rosafarbenen Unterhose zu sehen. Und das in der Blütezeit des Hungerhakenwahnsinns. Die Kinobesucherinnen griffen erleichtert nach ihren käseüberbackenen Nachos.

Scarletts neuster Film: «Vicky Cristina Barcelona»

Scarlett Johansson spielt eine Touristin, die in Barcelona eine Affäre mit einem Maler (Javier Bardem) und dessen Frau (Penélope Cruz) anfängt. Der Film gab schon im Vorfeld zu reden: Der Filmkuss zwischen den Hauptdarstellerinnen soll ziemlich sexy sein  . . . (Start: 4. Dezember)

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