Das Freudehuus, das ganz den Frauen gehört
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Das Freudehuus, das ganz den Frauen gehört

Hier darf getratscht werden: In einer Woche eröffnen drei Frauen das Freudehuus, Luzerns erstes Café, in dem Männer höchstens als Chauffeure willkommen sind.

«Unser Café soll ein Ort sein, an dem Frauen einfach mal ungestört abhängen können», begründet Lisa Schmuckli das Männer-Verbot. Zusammen mit Renate Metzger-Breitenfellner und Jacqueline Wyss betreibt sie ab nächstem Montag in der Loge an der Moosstrasse 26 einmal pro Woche ein Freudehuus, das erste Frauencafé Luzerns.

«Hier wird nicht nur über Haare an den Beinen geredet», sagt Schmuckli, «politische Diskussionen haben ebenso Platz wie Tratsch.» Ob Hausfrau, Partygirl oder Mannsweib: «Im Freudehuus sind alle Frauen willkommen», sagt Metzger-Breitenfellner. «Es zählen dabei nicht sexuelle, sondern kulturelle Vorlieben.» Denn nebst coolen Drinks und Tapas bietet der neue Treff auch Lesungen, Filme oder Konzerte an.

«Das Echo ist bereits jetzt überwältigend», freut sich Jacqueline Wyss. Angst, die Barhocker im Freudehuus würden leer bleiben, haben die drei Innerschweizerinnen darum nicht. Metzger-Breitenfellner: «Ich fürchte eher, dass nicht alle interessierten Frauen Platz finden werden.»

(ewi)

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