Das Turbo-Handy: Das Galaxy Nexus zeigt dem iPhone den Auspuff
Aktualisiert

Das Turbo-HandyDas Galaxy Nexus zeigt dem iPhone den Auspuff

Das Google-Smartphone erscheint mit grosser Wahrscheinlichkeit noch vor Weihnachten in der Schweiz. Die ersten Tests zeigen, das Nexus ist eine Rakete – allerdings eine fehlerhafte.

von
owi

Letzte Woche kam Googles neues Android-Flaggschiff, das Galaxy Nexus, in England in den Handel. Über den Verkaufsstart im Rest der Welt schweigen sich Hersteller Samsung und der Suchmaschinenriese aus. Doch vieles deutet darauf hin, dass sich zumindest Schweizer Android-Fans auf ein Galaxy Nexus unter dem Weihnachtsbaum freuen können. Das Nexus mit 16 Gigabyte Speicher werde, wenn nicht noch alle Stricke reissen, ab Dezember bei uns verfügbar sein, teilt der Online-Händler Digitec auf Anfrage mit. Weniger verheissungsvoll klingt es bezüglich der 32-GB-Variante. Frühestens Anfang 2012 sei damit zu rechnen.

Ein weiteres kleines Puzzlestück lässt auf einen baldigen Verkaufsstart schliessen. Diverse US-Medien haben ein internes Dokument des US-Mobilfunkanbieters Verizon publiziert, das den 8. Dezember als ersten Verkaufstag nennt.

Schneller als das Apple-Phone

Bereits bei der Vorstellung des Galaxy Nexus hatte Google behauptet, das Nexus übertrumpfe das iPhone 4S in Sachen Geschwindigkeit. Die ersten Hardware-Tests scheinen dies zu bestätigen. Beim Speed-Test der Tech-Site anandtech.com hat das Google-Phone knapp die Nase vor dem Motorola Droid Razr und dem iPhone 4S.

Schneller als mit dem Nexus hat man vermutlich noch nie auf einem Smartphone im Web gesurft. Obwohl der inoffizielle Vorgänger, das Samsung Galaxy S2, ebenfalls über einen 1,2 GHz schnellen Zweikern-Prozessor verfügt, bleibt es bei der Geschwindigkeit weiter hinter dem Nexus zurück. Dies spricht dafür, dass Google bei Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) einen guten Job gemacht hat. Die neue Betriebssystem-Version scheint Android-Handys Flügel zu verleihen.

Keine Bange, Apple-Fans! Der Speed-Test auf anandtech.com demonstriert auch die Überlegenheit des iPhone 4S, wenn es um die Grafik-Berechnung geht. Theoretisch könnten Spiele und andere grafikintensive Anwendungen auf dem Apple-Phone daher besser laufen.

Nicht frei von Problemen

Bereits das iPhone 4S verärgerte zahlreiche Kunden mit einer gefährlichen Sicherheitslücke, kurzer Akkulaufzeit und Sim-Karte-Problemen. Aber auch im Google-Handy scheint das Fehlerteufelchen zu stecken. «Diverse Käufer berichten, dass sich die Lautstärke sämtlicher Benachrichtigungen ohne Zutun der Nutzer auf Minimum stellt; so bekommt man etwa ankommende Anrufe nicht mit», schreibt das Tech-Portal heise.de. Google habe sich zum Problem noch nicht geäussert, heisst es weiter.

Apple-Gründer geht fremd

Scharf aufs Galaxy Nexus ist offenbar auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak. Reihte sich der ehemalige Weggefährte von Steve Jobs für das iPhone 4S noch wie alle anderen in die Warteschlange vor dem Apple Store ein, geht er diesmal den Promi-Weg. Google überreichte Wozniak werbewirksam ein brandneues Galaxy Nexus am Firmen-Hauptquartier in Mountain View. Was als grosszügige Geste gegenüber der Informatik-Ikone ausgelegt werden kann, ist wohl gleichzeitig ein Tritt ans Schienbein der Konkurrenz.

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