Aktualisiert 07.11.2013 15:20

Inklusive Cloud?

Das Geheimnis der neuen TV-Box von Swisscom

Die Swisscom tüftelt an einer TV-Box. Neben neuen Funktionen liebäugelt der Branchenriese auch mit alternativen Betriebssystemen wie Linux oder Android.

von
tob
Die aktuelle Box von Swisscom TV läuft mit Windows Media Room. Das könnte sich bei der nächsten Generation ändern.

Die aktuelle Box von Swisscom TV läuft mit Windows Media Room. Das könnte sich bei der nächsten Generation ändern.

Knapp eine Million Schweizer nutzen derzeit das Fernsehangebot Swisscom TV. Dies zeigen aktuelle Quartalszahlen des Branchenprimus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von beinahe 30 Prozent. Doch der Markt im Bereich des sogenannten Internet Protocol Television (IPTV) ist hart umkämpft.

Anfang 2013 lancierte Cablecom ihre Multimediaplattform Horizon und verkaufte 110'000 Abos. Laut Insidern plant der Konzern in Kürze auch den Start von neuen aggressiven Bundle-Angeboten, wie Blick.ch berichtet. Und: Auch Sunrise mischelt im TV-Geschäft mit und bietet im Grundangebot über 200 Sender an. Seit Ende Oktober können Abonnenten auch bis sieben Tage zurück zeitversetzt fernsehen. Im Vergleich: Bei der Replay Funktion von Swisscom TV kann nur 30 Stunden zurückgespult werden.

Weg von Windows?

Bis anhin setzte Swisscom in seiner TV-Box auf das Betriebssystem Windows Media Room von Microsoft. Für die geplante Weiterentwicklung der Swsisscom-TV-Box sind nun auch Alternativen ein Thema. «Wir prüfen den Einsatz von anderen Betriebssystemen als Microsoft Mediaroom», sagt Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze. Möglich wäre der Einsatz von Android oder eines Linux-Systems. Beim Angebot M-Budget-Digital-TV, das ebenfalls von Swisscom stammt, kommt bereits ein offenes Android-System zum Einsatz.

Cloud-Recording im Gespräch

Wie Insider «Blick.ch» berichten, soll in der neuen TV-Box, gleich wie bei Cablecoms Horizon, ein Wlan-Adapter eingebaut sein. Schulze will diese Gerüchte aber nicht kommentieren. Ein Thema sei aber der Einsatz von sogenannten Cloud-Diensten, wie der Sprecher auf Anfrage bestätigt. Diese Idee geistert schon seit zwei Jahren durch die Swisscom Community.

Mit dem Cloud-Recording würden Aufzeichnungen des TV-Programms nicht wie bis anhin auf einer Harddisk, sondern auf einem Server – in der Cloud – gespeichert. Einen konkreten zeitlichen Fahrplan für die neue Box gebe es aber noch nicht, sagt Schulze.

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