Doppelt verbunden: Das Geheimnis des perfekten Kusses
Publiziert

Doppelt verbundenDas Geheimnis des perfekten Kusses

Wenn sich Lippen und Zungen berühren, fühlt man sich seinem Partner ganz nah. Kein Wunder, denn auch die Gehirnwellen verbinden sich in dem Moment.

von
fee
1 / 17
Beim leidenschaftlichen Küssen vereinigen sich nicht nur Lippen und Zungen, sondern auch die Gehirnwellen. Sie bilden laut Forschern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung ein gemeinsames Netzwerk. Doch das ist nicht das Einzige, was die Forschung über das Küssen herausgefunden hat.

Beim leidenschaftlichen Küssen vereinigen sich nicht nur Lippen und Zungen, sondern auch die Gehirnwellen. Sie bilden laut Forschern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung ein gemeinsames Netzwerk. Doch das ist nicht das Einzige, was die Forschung über das Küssen herausgefunden hat.

epa/Joe Skipper
Küssen ist Kommunikation: Damit kann man alles mitteilen, was man möchte. Von «mach weiter» über «ich mag nicht» bis «nun ist mal gut». Es gibt eigentlich kaum etwas, was man in einer Beziehung nicht auch über einen Kuss ausdrücken könnte.

Küssen ist Kommunikation: Damit kann man alles mitteilen, was man möchte. Von «mach weiter» über «ich mag nicht» bis «nun ist mal gut». Es gibt eigentlich kaum etwas, was man in einer Beziehung nicht auch über einen Kuss ausdrücken könnte.

Keystone/Ignacio Lehmann Handout
Den ersten Kuss mit jemandem vergessen wir nie: Forscher der Universität Toronto haben genau diese Frage beantwortet. Ihre Studie über die Intensität von Erinnerungen hat gezeigt, dass in besonders emotionalen Momenten - positiv wie negativ - die Gehirnaktivität erhöht wird und ein intensiveres Sehen beginnt. Dadurch werden die Erlebnisse detaillierter gespeichert.

Den ersten Kuss mit jemandem vergessen wir nie: Forscher der Universität Toronto haben genau diese Frage beantwortet. Ihre Studie über die Intensität von Erinnerungen hat gezeigt, dass in besonders emotionalen Momenten - positiv wie negativ - die Gehirnaktivität erhöht wird und ein intensiveres Sehen beginnt. Dadurch werden die Erlebnisse detaillierter gespeichert.

Keystone/AP/Daniel Ochoa de Olza

Zwei Lippen, die sich einander annähern, Zungen, die nicht voneinander lassen können – was gibt es Schöneres? Grund dafür ist laut Berliner Forschern die extreme Verbundenheit, die in einem solchen Moment besteht. Denn nicht nur die Münder der Züngelnden gehen beim Küssen eine enge Bindung ein, sondern auch deren Gehirnwellen. Und das nicht zu knapp.

Für die Studie hatten die Wissenschaftler um Viktor Müller vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung verliebte Paare ins Labor gebeten und sie auf Kopf und Wangen mit Messelektroden ausgestattet, um ihre Gehirnwellen während des Küssens zu messen – einmal während eines leidenschaftlichen Kusses, einmal beim gleichzeitigen Küssen und Kopfrechnen und einmal, während die Probanden ihre eigene Hand liebkosten.

Glücklich statt gleichgeschaltet

Die unter Zuhilfenahme der Elektroenzephalografie (EEG) aufgezeichneten Daten zeigten, dass sich die Hirnwellen der Probanden während des liebevollen Kusses nicht bloss gleichschalteten, sondern sich so stark miteinander verknüpften, dass sie ein gemeinsames Netzwerk bildeten. Das zeigt ein Beitrag des Westdeutschen Rundfunks.

«Fremde Küsse» - diese Leser haben es gewagt

Aber das ist noch nicht alles: Die anschliessende Befragung der Teilnehmer zeigte, dass die Kusspartner umso seliger waren, je stärker die Gehirne während der oralen Liebesbekundung miteinander verbunden waren. In anderen Worten: Je stärker die Verbindung, desto schöner ist der Kuss.

Deine Meinung