Aktualisiert 05.01.2011 08:16

Afghanistan

«Das geht genau in die richtige Richtung»

David Petraeus, der NATO-Oberbefehlshaber in Afghanistan, sieht Fortschritte beim Aufbau der Sicherheitskräfte am Hindukusch.

NATO-Oberbefehlshaber David Petraeus spricht mit afghanischen Soldaten bei einem Besuch eines von den USA betriebenen Gefängnisses nördlich von Kabul, 27. September 2010.

NATO-Oberbefehlshaber David Petraeus spricht mit afghanischen Soldaten bei einem Besuch eines von den USA betriebenen Gefängnisses nördlich von Kabul, 27. September 2010.

Das Staatenbündnis sei dem Zeitplan deutlich voraus, sagte der Oberkommandant der NATO-Truppe ISAF, General David Petraeus, der Zeitung «Rheinische Post». In der südlichen Provinz Kandahar etwa übersteige die Zahl der eingesetzten afghanischen Truppen teilweise bereits die der NATO-Kräfte. «Das geht genau in die richtige Richtung», fügte Petraeus hinzu.

Einsatzfähige afghanische Soldaten und Polizisten sind Voraussetzung für eine Übergabe der Verantwortung an die Regierung in Kabul bis 2014 und den schrittweisen Abzug der NATO-Kräfte. Auch im Kampf gegen Aufständische habe die NATO Fortschritte gemacht, sagte Petraeus dem Blatt.

«In mehreren besonders wichtigen Landesteilen, zu denen Kandahar und Helmand, aber auch die Provinz Urusgan und besonders die Region Kabul gehören, ist es uns nachweislich gelungen, die Initiative der Aufständischen nicht nur zu stoppen, sondern auch umzukehren», führte er aus. Ermutigend angelaufen sei auch die Wiedereingliederung ehemaliger Taliban-Kämpfer in die Gesellschaft.

Zu der Diskussion um Abzugstermine aus Afghanistan sagte der General der «Rheinischen Post», die Übergabe hänge «nicht von einmal gesetzten Zeitplänen ab, sondern von den erreichten Bedingungen hier vor Ort». Die Afghanen dürften nicht überfordert werden. Zu einer dauerhaften Partnerschaft über das Jahr 2014 hinaus gehöre auch eine militärische Ausbildungs- und Beratungskomponente. (sda)

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