Konserven für den Ernstfall: Das Geschäft mit der Angst läuft wie geschmiert
Aktualisiert

Konserven für den ErnstfallDas Geschäft mit der Angst läuft wie geschmiert

Steigt in der Schweiz die Angst vor einer Krise, steigt bei der Firma Sichersatt der Bestelleingang. Der Bestseller: fertig abgepackte Notvorrats-Kisten.

von
Roland Schäfli

Die Firma Sichersatt.ch bietet den Notvorrat auf Bestellung an – und das Geschäft blüht. (Video: R. Schäfli/M. Simon)

Schon vor der Äusserung des Schweizer Armeechefs, Notvorräte seien wieder sinnvoll, haben sich die Kunden der Firma Sichersatt für mögliche Krisen eingedeckt. Meistbestellter Artikel: das Fresspäckli, das für 289 Franken das Überleben für einen vollen Monat sicherstellt, wenn der Kunde bei Migros und Coop schon längst nur noch leere Regale vorfindet. Aber auch ein Gerät, mit dem man aus verpestetem Wasser Trinkwasser herstellt und das so einfach wie eine Velopumpe zu bedienen ist, erfreut sich steigender Beliebtheit.

Geschäftsleiter Reto Schätti kann sich bei Armeechef André Blattmann für die Gratiswerbung bedanken. Seit Schätti das alte Sprichwort «Kluger Rat – Notvorrat» zum Geschäftsprinzip erhoben hat, kann sich der Shop im zürcherischen Wald nicht über steigende Nachfrage beklagen. «Jüngst haben wir vor allem die Ukraine-Krise gespürt», kann er feststellen. Schweizer reagieren auch sensibel auf mögliche Notfallszenarien wie Krankheiten, die sich im Ausland ausbreiten und die Schweiz erreichen könnten. Momentan gibts als Ostergeschenk eine Kurbeltaschenlampe dazu. Denn wenn der Strom abgestellt wird, soll man im Keller seinen Notvorrat ja auch finden können.

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