Studie zu CO₂-Gesetz - Das Gesetz bestraft vor allem vermögende Klimasünder
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Studie zu CO₂-GesetzDas Gesetz bestraft vor allem vermögende Klimasünder

Gemäss einer Studie trifft das neue CO₂-Gesetz in erster Linie Gutverdiener mit wenig Umweltbewusstsein. Nicht Büezer und Landbevölkerung, wie die Gegner gerne behaupten.

von
Samina Stämpfli
Einer reichen vierköpfigen Familie, die jährlich ins Flugzeug steigt, blühen Mehrkosten. (Symbolbild)

Einer reichen vierköpfigen Familie, die jährlich ins Flugzeug steigt, blühen Mehrkosten. (Symbolbild)

dpa

Die Gegner des neuen CO₂-Gesetzes laufen Sturm. Werde die Abstimmungsvorlage in einem Monat angenommen, treffe das vor allem Büezer und die Landbevölkerung hart. In Videos zeigen sie einfache Leute und Kleingewerbler, die bei einer Annahme des Gesetzes scheinbar 2500 Franken oder mehr an CO₂-Abgaben bezahlen müssten.

Von der SonntagsZeitung aktualisierte Berechnungen, basierend auf einer Studie, zeigen nun aber: Das Gesetz trifft nicht die Büezer, sondern in erster Linie Gutverdiener mit wenig Umweltbewusstsein. So blühen einer reichen, vierköpfigen Familie, die jährlich ins Flugzeug steigt, in einer grossen schlecht isolierten Villa wohnt und zwei teure Autos besitzt, tatsächlich Mehrkosten von 2200 Franken.

Für weniger reiche Familien nur rund 460 Franken Mehrkosten

Der weniger gut betuchten Familie entstünden durch das Gesetz hingegen unter dem Strich nur 460 Franken Mehrkosten, selbst wenn sie ein Auto hat und ihr kleines Zuhause ebenfalls schlecht gedämmt ist. Das Fazit der Studie: Die CO₂-Abgabe wäre sozial. Und: Die Abgaben auf Heizöl fallen sehr viel stärker ins Gewicht als die Abgaben auf Benzin und Diesel.

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