Aktualisiert 23.06.2019 08:53

Coole Idee

Das Glacé kommt bald lautlos und ohne Abgase

Zusammen mit dem Eiscreme-Hersteller Mackie's of Scotland hat Nissan einen rein elektrischen und lokal emissionsfreien Glacéwagen auf die Räder gestellt.

von
lab/pd
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Ebenfalls teilt der Eiswagen seinen aktuellen Standort nicht mittels nervigem Klingeln mit, sondern über den globalen Adress-Service What3Words, der die ganze Welt in 3x3 Meter grosse Quadrate unterteilt.  Ein Eiswagen, der in einem Park oder am Strand hält, kann dadurch viel genauer lokalisiert werden als mit einer herkömmlichen Adressangabe.

Ebenfalls teilt der Eiswagen seinen aktuellen Standort nicht mittels nervigem Klingeln mit, sondern über den globalen Adress-Service What3Words, der die ganze Welt in 3x3 Meter grosse Quadrate unterteilt. Ein Eiswagen, der in einem Park oder am Strand hält, kann dadurch viel genauer lokalisiert werden als mit einer herkömmlichen Adressangabe.

Nissan
Während die meisten Eiswagen mit Dieselmotoren betrieben werden, die auch im Stand weiterlaufen müssen, um die energieintensive Kühleinrichtung zu betreiben, bietet das Konzept von Nissan Eisverkäufern die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen zu verringern und etwas für die Gesundheit ihrer Kunden zu tun.

Während die meisten Eiswagen mit Dieselmotoren betrieben werden, die auch im Stand weiterlaufen müssen, um die energieintensive Kühleinrichtung zu betreiben, bietet das Konzept von Nissan Eisverkäufern die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen zu verringern und etwas für die Gesundheit ihrer Kunden zu tun.

Nissan
Der Eiswagen-Prototyp basiert auf dem vollelektrischen Stadtlieferwagen e-NV200 und verfügt über ein komplett elektrisches Ökosystem aus Null-Emissions-Antrieb, wiederverwendeten «Second Life»»-Batterien und Solarstromerzeugung.

Der Eiswagen-Prototyp basiert auf dem vollelektrischen Stadtlieferwagen e-NV200 und verfügt über ein komplett elektrisches Ökosystem aus Null-Emissions-Antrieb, wiederverwendeten «Second Life»»-Batterien und Solarstromerzeugung.

Nissan

«Eiscreme ist in der ganzen Welt beliebt, aber immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, wie solche Köstlichkeiten produziert werden und wie sie uns erreichen», sagt Kalyana Sivagnanam, Managing Director von Nissan Motor (GB). «Dieses Projekt ist ein perfektes Beispiel für unsere Nissan Intelligent Mobility Strategie, in die wir mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Elektromobilität und Batteriefortschritt einbringen, um saubere Lösungen für unterwegs zu entwickeln – auf manchmal überraschende Art und Weise.»

Als Partner haben sich die Japaner mit den schottischen Eis-Spezialisten von Mackie's eine Firma ausgesucht, die ihre Molkerei längst mit erneuerbarer Wind- und Sonnenenergie betreibt. Die Schotten arbeiten konsequent daran, ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern auf null zu reduzieren. Gemeinsam mit Nissan demonstriert das Unternehmen, dass der gesamte Prozess von der Eisherstellung, über die Waffel bis hin zum Konsumenten, klimaschonend gestaltet werden kann.

Elektrisches Ökosystem statt Diesel

Die meisten Glacéwagen werden heute noch mit Dieselmotoren betrieben, die auch im Stand weiterlaufen müssen, um die energieintensive Kühleinrichtung zu betreiben. Dabei werden nicht nur klimaschädliche Gase produziert, sondern auch Russ. Einige Städte und Gemeinden in Grossbritannien erwägen daher aktuell die Einführung von Verboten oder Strafen für diese Fahrzeuge.

Der Eiswagen-Prototyp basiert auf dem vollelektrischen Stadtlieferwagen e-NV200 und verfügt über ein komplett elektrisches Ökosystem aus Null-Emissions-Antrieb, wiederverwendeten «Second Life»»-Batterien und Solarstromerzeugung.

Während eine 40-kWh-Batterie den Elektromotor des Fahrzeugs versorgt, wird die gesamte Kühlausstattung inklusive Gefrierfach und Getränkekühlschrank vom mobilen Stromspeicher Nissan Energy ROAM betrieben – einer für gewerbliche und private Einsatzzwecke geeigneten Speicherlösung, die wiederaufbereitete Lithium-Ionen-Batteriezellen aus Nissan Elektroautos der ersten Generation nutzt. Insgesamt steht eine Speicherkapazität von 1,5 kWh zur Verfügung und die Akkus geben bis zu 1 kW Leistung ab. Sie können entweder an einem 230-Volt-Anschluss oder mit Hilfe der auf dem Dach installierten Solarzellen aufgeladen werden.

«What3Words» statt Klingeln

Neu ist aber auch die Tatsache, dass der Verkäufer nicht mehr durch einen erhöhten Tresen von den Kunden getrennt ist, sondern nun neben dem Fahrzeug steht. Was in Anbetracht der steigenden Kriminalität gerade in London bei den Glacéverkäufern wohl nur mässig gut ankommen wird.

Ebenfalls fraglich: Der Glacéwagen soll seinen aktuellen Standort nicht mit dem bekannten Bimmeln mitteilen, sondern über den globalen Adress-Service What3Words, der die ganze Welt in 3x3 Meter grosse Quadrate unterteilt. Wer also nicht Online ist, muss ohne Glacé durch den Sommer kommen.

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