«Fortnite» vs. «PUBG»: Das grosse Duell der Battle-Royale-Games
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«Fortnite» vs. «PUBG»Das grosse Duell der Battle-Royale-Games

«Fortnite» und «Playerunknown's Battlegrounds» kämpfen um die Battle-Royale-Vorherrschaft – ein Duell der Teilnehmer-Giganten.

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Bunter Battle-Royale-Spass: «Fortnite». (Quelle: YouTube / Epic)

Es ist wohl der Hype in der aktuellen Game-Landschaft schlechthin: Das totgesagte Battle-Royale-Genre hat als E-Sport-Sensation in den letzten Monaten einen erstaunlichen Höhenflug erlebt. Vor allem zwei Titel haben Online-Shooter-Fans begeistert: «Fortnite» und «Playerunknown's Battlegrounds» (PUBG).

Es ist ein Duell der Game-Giganten, bei dem mit harten Bandagen gekämpft wird. Erst vor ein paar Tagen verkündete Entwickler Epic, dass ihr Titel «Fortnite» den Teilnehmerrekord gebrochen habe. Über 3,4 Millionen Spieler aufs Mal hat der Online-Shooter an einem bestimmten Zeitpunkt messen können – 200'000 mehr als bei der bisherigen Bestmarke von «PUBG».

Film als Vorbild

Allerdings ist der neue Rekordhalter auf diversen Plattformen (PS4, PC, Xbox One) spielbar, während bei der Rekordmarke von «PUBG» lediglich Teilnehmer der PC-Vertriebsplattform Steam gemessen wurden. Wer also wirklich obenauf schwingt, ist schwierig zu sagen. Sicher ist: Die hohe Teilnehmerzahl führt bei «Fortnite» prompt zu technischen Problemen.

Doch was ist überhaupt ein Battle-Royale-Game? Angelehnt ist das Spielprinzip an den gleichnamigen Film aus Japan. Im Brutalo-Schocker müssen sich Schüler auf einer Insel gegenseitig abmurksen. Der letzte Überlebende gewinnt das Spiel und kommt mit dem Leben davon.

Smarte Köpfe wie «PUBG»-Chefentwickler Brendan Greene haben das Prinzip für Multiplayer-Online-Shooter adaptiert. Das Spielprinzip ist immer gleich: Sowohl in «PUBG» als auch in «Fortnite» wird man mit 99 anderen Spielern auf einer Insel abgesetzt. Waffen und sonstige Gegenstände müssen erst gefunden oder nach dem Tod eines Gegners erbeutet werden. Damit sich die einzelnen Runden nicht unendlich ziehen, wird der Kartenausschnitt nach und nach verkleinert. Wer also nicht rechtzeitig aus dem Gebiet wegkommt, beisst ins Gras.

Massenphänomen «Playerunknown's Battleground»

Der Shooter der Stunde soll bald auch die E-Sport-Szene aufmischen.

Kopie vs. Original?

Was Erfolg hat, zieht bekanntlich Nachahmer mit sich. Dass die Kopie «Fortnite» nun sogar das Original «PUBG» überholt haben soll, ist indes einigermassen erstaunlich. Tatsächlich aber unterscheiden sich die beiden Spiele durchaus. Während etwa «PUBG» einen realistischen Stil hat, setzt «Fortnite» eher auf einen Comic-artigen Grafik-Style. Generell setzt Greenes Game auf Realismus, etwa beim Rückstoss bei der Schussabgabe. Der Epic-Titel dagegen verbreitet eher Arcade-Spass.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass «Fortnite» weniger auf E-Sport-artigen Shooter-Wettkampf setzt, dafür aber den Spielspass gross schriebt. Mit Arcade-artigen Elementen wie Crafting oder Spezial-Events werden auch Nicht-Profis stärker angesprochen, zumal das Game kostenlos ist.

Am Ende ist es wohl ein wenig wie bei den Fussballsimulationen – mit dem eher Arcade-artigen «Fifa» von EA gegen das realistischere «PES» von Konami. Und wer bei diesem Duell die Nase vorn hat, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein.

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