Nach schwachem Start: Das grosse Hoffen auf den Nationalfeiertag
Aktualisiert

Nach schwachem StartDas grosse Hoffen auf den Nationalfeiertag

Die ersten Olympiatage verliefen ganz und gar nicht nach Schweizer Geschmack. Keine Medaillen, wenig Highlights, viele Enttäuschungen. Aber keine Angst, am 1. August könnte es Medaillen regnen.

von
fbu

Nach dem ersten Olympia-Wochenende hat die Schweiz noch nicht viel zu feiern. Auch wenn nicht mit haufenweise Medaillen gerechnet werden konnte, viele helvetische Höhepunkt hatte das Wochenende nicht zu bieten. Fabian Cancellara stürzte im Strassenrennen, womit der Traum von einer frühen Medaille am ersten Olympia-Tag jäh platzte. Nicht überzeugen konnte zudem Dominik Meichtry, der die Qualifikation für den Final über 200m Crawl verpasste. Und mit Giulia Steingruber verpasste das Schweizer Küken den Sprung-Final, in welchem sie heimlich von einer Medaille träumte.

Bereits aus dem Tennis-Einzel-Turnier verabschieden musste sich der Schweizer Fahnenträger Stanislas Wawrinka. Auch wenn es vielleicht kühn war, aber ein bisschen hatte man doch auf einen Exploit des Romands gegen Andy Murray gehofft. Zum Schluss waren da auch noch die Fussballer mit ihrem verpatzten zweiten Auftritt. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen befinden sich unsere Olympia-Kicker schon fast wieder auf dem Heimweg. Positiv haben sich nur Kunstturner Claudio Capelli und die Ruderer im Leichtgewicht-Vierer hervor getan, die sich für den Final bzw. auf souveräne Art und Weise für den Halbfinal qualifiziert haben.

Das Warten auf den Nationalfeiertag

Das Traurige ist: Am Montag und Dienstag kann man davon ausgehen, dass es nicht zur ersten Medaille kommt. Doch am 1. August müsste es eigentlich fürs erste Edelmetall reichen. Dann steht die Schweizer Sportwelt Kopf. Am Nationalfeiertag treten mit den Degenfechtern Fabian Kauter und Max Heinzer zwei grosse Schweizer Medaillenhoffnungen auf den Plan. Ausserdem ist Fabian Cancellara optimistisch, dass er beim Zeitfahren antreten kann – trotz Sturz im Strassenrennen. Er galt vor den Olympischen Spielen als Mitfavorit, wie sehr ihn seine verletzte Schulter bei einem tatsächlichen Start einschränken würde, kann aber nicht abgeschätzt werden.

Doch damit nicht genug: Der Kanute Mike Kurt zeigte im Vorlauf eine gute Leistung und stimmt damit hoffnungsvoll. Der Final im Einer-Kajak findet ebenfalls am Schweizer Nationalfeiertag statt. Zumindest Aussenseiter-Chancen darf sich die Judoka Juliane Robra machen. Auch sie steht am Mittwoch in der Klasse bis 70kg im Einsatz. Ihr Minimalziel ist ein olympisches Diplom. Gut möglich also, dass einige Schweizer Raketen aus Freude schon vor dem Eindunkeln in den Himmel geschossen werden.

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