Aktualisiert 08.12.2011 13:26

Starke Körperbehaarung

Das Guetzli macht den Damenbart

An einer für Frauen untypischen Körperbehaarung sind nicht immer die Gene schuld. Auch eine zu fettige, süsse Ernährung kann langfristig zu haarigen Problemen führen.

von
rre

Mehr als die Hälfte aller britischen Frauen ärgert sich über ihre Körperbehaarung. Dieses Ergebnis lässt sich einer Online-Umfrage des in London ansässigen Meinungsforschungs-Instituts Mintel entnehmen, an der insgesamt 2000 Frauen teilgenommen hatten. Im Rahmen der Erhebung belegte der übermässige Wildwuchs an Beinen, Bikini-Zone oder anderen Körperteilen den Platz direkt hinter gewichtsbedingter Unzufriedenheit. Schätzungsweise eine von zehn Frauen leidet unter übermässigem Gesichtshaar- beziehungsweise Körperhaar-Wachstum.

Die Ursachen für die haarige Bescherung sind vielfältig. «Grund dafür kann eine bestimmte genetische Disposition sein», sagt Rina Davison, Endokrinologin am Whipps Cross University Hospital in London. Die Ärztin ist spezialisiert auf den bei Frauen oft unerwünschten Haarwuchs, den man in der Medizin auch als Hirsutismus bezeichnet.

«Südasiaten und Menschen aus mediterranen Gebieten verfügen in der Regel über stärkeren Haarwuchs als Mittel-, Nordeuropäer oder Menschen mit schwarz-afrikanischen Wurzeln», meint Davison. Doch die Genetik ist nicht immer an ungewollt stark in Erscheinung tretenden Härchen schuld, denn auch eine Mangel-, beziehungsweise Fehlernährung kann die unerwünschte Behaarung begünstigen.

Diabetes und Hirsutismus

Besonders problematisch sind fettige, süsse Speisen wie Kuchen, Guetzli oder andere Leckereien mit einem grossen Anteil an raffiniertem Zucker. Werden diese Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index häufig und in grösseren Mengen genossen, können sie im Körper eine Insulin-Resistenz provozieren. Beim Insulin handelt es sich um das Hormon, das in unserem Organismus den Zuckerhaushalt reguliert. Resistenz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Hormon seine Wirkung auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels verliert. Deshalb produziert der Körper immer mehr Insulin.

Eine drohende Diabetes vom Typ II ist dann nicht das einzige Problem, wie die britische Ernährungsexpertin Marilyn Glenville im Gespräch mit dailymail.co.uk verrät: «Ein erhöhter Insulin-Spiegel kann zu einer vermehrten Ausschüttung von Wachstumsfaktoren führen. Diese wiederum fördern die Produktion von Testosteron, einem männlichen Geschlechtshormon, das das Wachstum von Körperhaaren bei Frauen fördern kann.»

Besonders übergewichtige Frauen laufen deshalb Gefahr, an ungewöhnlich starkem Haarwuchs an Oberschenkeln, der Brust oder anderen Körperteilen zu leiden.

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