GFK Studie: Tiefkühler und Hanteln: Das habt ihr im Lockdown am meisten gekauft
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GFK StudieTiefkühler und Hanteln: Das habt ihr im Lockdown am meisten gekauft

Trotz Lockdown in der Coronakrise haben die Schweizer fleissig eingekauft. Welche Produkte besonders beliebt waren, zeigt eine neue Studie des Marktforschungsinstituts GFK.

von
Barbara Scherer
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Im Lockdown liessen sich die Schweizer die Shoppinglaune nicht verderben: So verzeichnet der Schweizer Detailhandel im ersten Quartal Vergleich zu letzten Jahr ein Plus von 2,3 Prozent.

Im Lockdown liessen sich die Schweizer die Shoppinglaune nicht verderben: So verzeichnet der Schweizer Detailhandel im ersten Quartal Vergleich zu letzten Jahr ein Plus von 2,3 Prozent.

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 Beim Verkauf von Desinfektionsmittel gab es den grössten Zuwachs: plus 715 Prozent, wie der aktuelle GFK Markt Monitor Schweiz zeigt.

Beim Verkauf von Desinfektionsmittel gab es den grössten Zuwachs: plus 715 Prozent, wie der aktuelle GFK Markt Monitor Schweiz zeigt.

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Dicht gefolgt von Fieberthermometern mit 711 Prozent.

Dicht gefolgt von Fieberthermometern mit 711 Prozent.

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Am 11. Mai ist es so weit: Die Läden öffnen wieder. Im Lockdown durften nur Geschäfte für den Grundbedarf Kunden empfangen. Trotzdem liessen sich die Schweizer die Shoppinglaune nicht verderben. So verzeichnet der Schweizer Detailhandel im ersten Quartal bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 2,3 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen GFK Markt Monitor Schweiz hervor.

Das Kaufverhalten der Schweizer hat sich in der Krise aber stark verändert. So wurden am meisten Esswaren und Produkte wie Toilettenpapier gekauft: Laut Studie ist der Food- und Nearfood-Bereich im Vergleich zu letztem Jahr über 9 Prozent gewachsen. Gelitten hat der Nonfood-Markt. Dieser verzeichnet ein Minus von 8,6 Prozent.

Fieberthermometer und Gefrierschränke boomen

Bestimmte Produkte haben die Schweizer im Lockdown klar bevorzugt: «Im Bereich Hygiene, Gesundheit und Fitness gab es ganz starke Zuwächse», erklärt Handelsexperte Luca Giuriato von GFK in einem Podcast. So kam es beim Verkauf von Desinfektionsmittel zu einem Zuwachs von 715 Prozent. Dicht gefolgt von Fieberthermometern mit 711 Prozent.

Sehr beliebt waren auch Aufbewahrungsboxen und Gefrierschränke: Im Vergleich zu 2019 wurden 85 Prozent mehr Tiefkühler verkauft. Weil viele Schweizer zuhause arbeiten und Kinder den Schulunterricht absolvieren mussten, wurde auch mehr Heimelektronik verkauft. Besonders gefragt waren Monitore (plus 141 Prozent) und Notebooks (plus 48 Prozent).

Bekannte Marken sind beliebter

Die Schweizer sind im Lockdown aber nicht zu Couch-Potatos verkommen: Sportgeräte waren ebenfalls hoch im Kurs. Bis zu drei Mal so viele Laufbänder, Hanteln und Rudergeräte wurden gekauft. «Das sind aussergewöhnliche Zuwachsraten im Vorjahresvergleich», so Giuriato.

Eingekauft haben die Schweizer vorwiegend übers Internet. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben viele Schweizer dabei lieber Produkte von traditionellen Markennamen gekauft. «Bekannte Marken haben momentan einfach bessere Karten.»

Deine Meinung

20 Kommentare
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Eri

05.05.2020, 09:30

Tja...wer es noch nicht weiss, sollte dies nicht mehr tun und zwar...Lebensmittel in Plastikgefässen aufbewahren. Lebensmittel gehören in Glas- und Porzellangefässe...im übrigen, wer glaubt alles Zeugs einfrieren zu müssen, der hat nicht viel Ahnung, denn durch das Einfrieren gibt es Geschmacksverluste besonders Fleisch verliert seinen guten Geschmack.

arno

04.05.2020, 14:36

Wir werden noch zur Anti-Konsumgesellschaft. Das positive daran ist, dass ich sehr viel Geld sparen konnte, obschon ich nur 80% vom Lohn erhalte, das sind gut dreitausendfünfhundert. Aber Leute das reicht, es liegt sogar noch eine Party drin wenn mal wieder alles offen ist.

MaPhiA

04.05.2020, 13:52

mein kaufverhalten hat sich uberhaput nicht geändert, weder vermehrt tiefkühlprodukte noch den vorrat aufgestockt...