Aktualisiert 07.10.2019 07:53

Heerbrugg SGDas hätte richtig böse enden können

Eine Autofahrerin bemerkte am Samstagmorgen in Heerbrugg SG einen Brandkörper vor einem Haus. Ihr Handeln verhinderte Schlimmeres. Die Polizei ermittelt.

von
maw
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Mit rund 35 Mann musste die Feuerwehr am Samstagmorgen kurz vor 5.30 Uhr in Heerbrugg ausrücken. Grund war ein Brandkörper vor einem Mehrfamilienhaus an der Balgacherstrasse.

Mit rund 35 Mann musste die Feuerwehr am Samstagmorgen kurz vor 5.30 Uhr in Heerbrugg ausrücken. Grund war ein Brandkörper vor einem Mehrfamilienhaus an der Balgacherstrasse.

Kapo SG
Eine aufmerksame Lenkerin bemerkte dies und meldete es umgehend der Feuerwehr.

Eine aufmerksame Lenkerin bemerkte dies und meldete es umgehend der Feuerwehr.

maw
Am Sonntag sind vor Ort Brandspuren an Fensterladen und an der Eingangstüre zu sehen. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. So auch die Ursache des Brandes.

Am Sonntag sind vor Ort Brandspuren an Fensterladen und an der Eingangstüre zu sehen. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. So auch die Ursache des Brandes.

maw

Eine aufmerksame Autofahrerin hat am Samstagmorgen kurz vor 5.30 Uhr an der Balgacherstrasse einen Brandkörper vor einem Mehrfamilienhaus bemerkt. Sie war von Rebstein SG in Richtung Heerbrugg SG unterwegs und alarmierte sofort die Feuerwehr. Diese rückte mit rund 35 Personen aus und konnte den Brand rasch eindämmen. «Die Ursache des Brandes und die Höhe des Schadens werden noch ermittelt», sagt Pascal Helg, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Auch um was für einen Brandkörper es sich handelt, konnte er am Sonntag nicht sagen. Sowohl an der Eingangstüre des Hauses, wie auch am Fensterladen auf der rechten Seite sind Brandspuren zu sehen, wie ein Blick am Sonntag vor Ort zeigt.

Nebst der örtlichen Feuerwehr standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen sowie der Rettungsdienst im Einsatz. Die Strasse musste für rund zwei Stunden gesperrt werden und die Feuerwehr richtete eine Umleitung ein. Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen wurde zur Klärung der genauen Brandursache aufgeboten.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

20 Minuten hat am Sonntag mit dem Vermieter des Hauses gesprochen, dieser hat jedoch zum Hergang des Brandes oder der Ursache keine Angaben. Auch die umliegenden Anwohner haben nur die Sirenen gehört.

Auf der Facebook-Seite der Kapo SG wird derweil spekuliert. Es wird auch die Vermutung geäussert, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. «Heftig. Was sind das für Leute, die anderen Brandkörper vor die Türe legen. Unter Umständen ist das der einzige Fluchtweg», heisst es etwa. Andere fordern deshalb gar Überwachungskameras im öffentlichen Raum, damit in solche Fällen die Täter schnell überführt werden können. Bei einem sind sich die User alle einig, nämlich, wie mutig die Autofahrerin gehandelt hat. Für ihre Zivilcourage gibt es viel Lob.

Beim Backen eingeschlafen

In der Stadt St. Gallen kam es am Freitag ebenfalls zu einem Brand. Kurz vor 20 Uhr hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von Rauch aus einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Zwyssigstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, ist ein 19-jähriger Bewohner nach dem Einstellen des Backofens eingeschlafen und der Inhalt verkohlte im Backofen. «Was genau im Backofen war, kann noch nicht gesagt werden, da es bis zur Unkenntlichkeit verkohlte», sagt Pascal Helg, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Glücklicherweise kam der Vater des 19-Jährigen vorbei und stellte den Rauch fest. Er alarmierte sofort die Feuerwehr um Schlimmeres zu verhindern. Wie die Polizei mitteilte, konnte die aufgebotene Feuerwehr die Situation schnell unter Kontrolle bringen. Die beiden Männer wurden zur Kontrolle wegen einer allfälligen Rauchvergiftung durch den Rettungsdienst ins Spital überführt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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