Akku-Revolution: Das Handy der Zukunft: Methanol statt Steckdose

Aktualisiert

Akku-RevolutionDas Handy der Zukunft: Methanol statt Steckdose

Mobiltelefone machen immer genau dann schlapp, wenn man sie am nötigsten braucht. Toshiba will das ändern - mit einer Brennstoffzelle, die mit Methanol betrieben wird.

Spätestens im März wird der japanische Hersteller Toshiba ein Handy mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Das kündigte der Konzern auf der Messe Ceatec gegenüber dem Blog Tech-on an.

Der gezeigte Prototyp basiert auf dem Mobiltelefon W55T. Weil die Methanol-Brennstoffzelle unter der Tastatur sitzt, ist das Handy aber etwas dicker. Im Inneren des Geräts steckt ein Lithium-Ionen-Akku, der von der Zelle geladen wird. Dadurch soll sich die Laufzeit verdoppeln. Den Brennstoff, der zu 99,5 Prozent aus Methanol besteht, will Toshiba in Einheiten zu je 50 Milliliter anbieten. Damit soll sich das Handy zehnmal betanken lassen. Pro Einheit sollen rund 1,15 Franken fällig werden.

Im Mai hatte Sony eine Brennstoffzelle für Handys gezeigt. Sie misst 50 mal 30 Millimeter, hat eine Leistung von drei Watt und soll mit zehn Millilitern Methanol Energie für bis zu 14 Stunden liefern. Wann die Serienfertigung starten soll, gab Sony bisher allerdings nicht bekannt.

(hst)

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