Das grosse Aufräumen: Das hat der Sturm in der Schweiz angerichtet
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Das grosse AufräumenDas hat der Sturm in der Schweiz angerichtet

Die heftigen Winde vom Donnerstag und der Nacht auf Freitag haben ihre Spuren hinterlassen. Bereits sind Hunderte Schadensmeldungen eingegangen.

von
vro

Bis zu 153 Stundenkilometer erreichte der Sturm, der gestern über die Schweiz fegte. Auch in der Nacht blies der Wind weiterhin sehr stark, doch nun ist er endlich vorbei. Meteorologen geben am Freitagmorgen Entwarnung.

Auch wenn der Wind kaum mehr bläst, die Schäden der vergangenen 24 Stunden sind deutlich zu sehen: In der ganzen Schweiz meldeten Leser-Reporter herumfliegende Gegenstände und abgedeckte Hausdächer. Im Kanton Bern waren zeitweise bis zu 3000 Haushalte ohne Strom. In Basel musste die Berufsfeuerwehr etliche Male wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Der Wind riss in dieser Region ausserdem eine mobile Ampelanlage und ein WC-Häuschen um. Auch im Bahnverkehr kam es aufgrund des Sturms zu Einschränkungen.

Die Gebäudeversicherungen haben am Freitag alle Hände voll zu tun. «Wir hatten bisher 200 Meldungen, es werden wohl insgesamt 300 bis 400 werden. Die Schadenssumme liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich», erklärt Stephanie Kriesel von der Gebäudeversicherung Bern. «Bei den Schäden handelt es sich vorwiegend um abgedeckte Dächer.» Am schlimmsten sei die Verwüstung in den Regionen Thun sowie Moutier gewesen.

Wieder Föhn in den Alpen am Samstag

Bei der Nationale Suisse und der Axa Winterthur halten sich die Schadensmeldungen eher in Grenzen. «Wir rechnen mit maximal 100 Berichten», sagt Anna Ehrensperger von der Axa Winterthur. Bisher hätten sich insbesondere Betroffene aus der Westschweiz gemeldet. Im Kanton Genf etwa deckte der Sturm das Dach einer Schule ab. «Die Schadenssumme wird sich dort voraussichtlich im vierstelligen Bereich bewegen», sagt Ehrensperger.

Auch an Skifahren war am Donnerstag nicht zu denken. In vielen Skigebieten standen die Bahnen still, nächste Woche soll sich dies jedoch bessern. «Am Montag gibt es gutes Skiwetter», erklärt Moritz Gubler von Meteo News. Dann gebe es kaum Wind, dafür reichlich Sonne. Auch am Dienstag bleibe es trocken. Vorher müssen sich die Schneesportler noch etwas gedulden. «Am Samstag wird das Wetter heikel», sagt Gubler. «In den Bergen wird es wieder Föhn geben, möglicherweise bleiben dann einige Bahnen zu.»

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