Aktualisiert 11.10.2011 08:44

Leichte EntspannungDas Hochwasser geht zurück

Mit dem Ende der Regenfälle hat sich in der Nacht die Lage in den Hochwassergebieten beruhigt. Die Situation im Kandertal bleibt aber prekär.

von
mlu

Der Regen hat aufgehört, die Lage entspannt sich. In den Hochwassergebieten im Berner Oberland, im Wallis und in der Innerschweiz war es in der Nacht deutlich ruhiger. In vielen Bergbächen gingen die Pegel merklich zurück. Im Mittelland stieg aber insbesondere die Aare an.

In der Stadt Bern ist die Situation entlang der Aare weiterhin angespannt. Schäden sind der Berufsfeuerwehr bis Dienstagmorgen nicht bekannt geworden. Im Mattequartier mussten aber Pumpen eingesetzt werden.

Grund war eindringendes Grundwasser in einer Liegenschaft und im Schulhaus des Quartiers, wie das Feuerwehrkommando der Stadt Bern mitteilte. Die Uferwege zwischen Schwellenmätteli und dem Stauwehr Engehalde blieben bis auf Weiteres gesperrt. Vereinzelt schwappte dort das Wasser über.

Keine Entwarnung

Die Wassermenge erreichte um Mitternacht einen Höchstwert von 420 Kubikmeter pro Sekunde und hielt sich seither, wie es weiter hiess. Die Berufsfeuerwehr beobachte die Situation weiter und führe an kritischen Stellen regelmässig Kontrollen durch. Entwarnung könne noch nicht gegeben werden.

Auch am Thunersee wurden der Polizei bis am frühen Morgen keine Schäden gemeldet. Zum Wasserablass kam der Thuner Entlastungsstollen zum Einsatz. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte eine Hochwasserwarnung der Stufe 3 «erheblich» für die Gebiete entlang des Thunersees und der Aare herausgegeben.

Höchststand um Mitternacht

Inzwischen sind auch die Pegel im Kanton Aargau beim Zusammenfluss von Aare und Limmat sowie im Rhein deutlich gestiegen, wie die im Internet verfügbaren Messdaten des BAFU zeigen. Seit einem Höchststand vor Mitternacht hat sich aber auch hier die Lage etwas entspannt. In der Innerschweiz gingen die Pegel der Engelberger Aa und der Reuss spürbar zurück.

Im Wallis wurden der Polizei in der Nacht keine weiteren Grossschäden gemeldet. Die Rhone ist aber gestiegen. Und in Siders hat es gemäss eines Polizeisprechers eine kleine Überschwemmung gegeben. Besonders getroffen hatte es zuvor das Lötschental sowie die Region Gampel-Steg.

Frutigen und Kandersteg weiterhin getrennt

Prekär ist die Lage weiterhin im Kandertal im Berner Oberland. Bahn und Strasse zwischen Frutigen und Kandersteg sind unterbrochen. Der Strassentunnel in Mitholz wurde von der Kander geflutet, die Schäden sind noch schwer abzuschätzen.

Seit dem Abend wieder geöffnet ist die Strasse nach Lauterbrunnen. Die Bahn bleibt aber mehrere Tage unterbrochen, es verkehren Ersatzbusse. Unterbrochen wurde auch die Eisenbahnlinie zwischen Brienz und Meiringen.

Aufnahmen vom Montag zeigen das Ausmass des Hochwassers

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