20-Minuten-Leser erzählen: «Das Inkassobüro will Geld für Rechnungen aus dem Jahr 1978»
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20-Minuten-Leser erzählen«Das Inkassobüro will Geld für Rechnungen aus dem Jahr 1978»

Meldet sich eine Inkassofirma, wird es teuer. Nicht immer sind die Forderungen gerechtfertigt. Die 20-Minuten-Leser erzählen von ihren Erfahrungen.

von
Barbara Scherer
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Darum gehts

  • Inkassofirmen stehen im Verruf, falsche oder hohe Beträge für Rechnungen zu stellen.
  • 20-Minuten-Leser erzählen von ihren Erfahrungen mit Inkassobüros.
  • Eine Motion soll die Praktiken der Firmen eindämmen.

Wer Rechnungen nicht bezahlt, erhält bald Post vom Inkassobüro. Das kann teuer werden, denn Inkassofirmen verrechnen Zinsen, Betreibungskosten und einen Verzugsschaden. Doch immer wieder stehen Inkassofirmen in Verruf, falsche oder zu hohe Beträge in Rechnung zu stellen.

GLP-Nationalrat Beat Flach hat deshalb im Juni eine Motion eingereicht. Darin fordert er, dass Einschüchterung und Desinformation von Schuldnern durch unseriöse Inkassounternehmen unterbunden werden sollen.

Viele 20-Minuten-Leser haben schlechte Erfahrungen mit Inkassobüros gemacht und Mahnungen für jahrealte oder bereits bezahlte Rechnungen erhalten. Die Erfahrungen der Leser findest du in der Bildstecke oben.

Post vom Inkassobüro

Was tun?

Rechtsanwalt Konrad Rothenbühler empfiehlt, folgende Punkte zu beachten:

  • Jeden einzelnen Posten auf der Rechnung genau prüfen.
  • Das Inkassobüro muss jeden einzelnen Posten belegen können.
  • Der Verzugsschaden ist in den allermeisten Fällen nicht geschuldet.
  • Der Verzugszins ist geschuldet, wenn nachweisbar gemahnt und Verzugszins angedroht wurde.
  • Die Verzugszins-Berechnung zu überprüfen, kann sich lohnen. Manchmal wird zu viel verlangt.
  • Nach Prüfung aller Posten soll der geschuldete Betrag so rasch als möglich bezahlt werden.
  • Gleichzeitig soll dem Inkassobüro schriftlich mitgeteilt werden, wie der neu errechnete und eingezahlte Betrag zustande kommt.

Deine Meinung

346 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Pit

08.08.2020, 01:20

Impfzwang in der Schweiz? Unmöglich? Leider nicht. Soll jetzt gesetzlich verankert werden!!! Bei Artikel 2 „Massnahmen zur Bekämpfung der Covid19 Epidemie auf Seite 10 steht unter anderem *"-Impfungen für obligatorisch erklären.“* DAMIT DAS PARLAMENT die Möglichkeit hat, das Gesetz in der Herbstsession zu beraten, zu verabschieden und dringlich in Kraft zu setzen, soll die Botschaft bereits am 12. August 2020 vom Bundesrat verabschiedet werden. Die Vernehmlassungsfrist wurde daher auf drei Wochen verkürzt.

Ivi

07.08.2020, 23:55

Was ist der Unterschied zwieschen Inkasso und Betreibung? Ich kenne nur Betreibung ist in der Schweiz und Inkasso in EU Länder 🙄🙄🤔🤔

Dawuddel

07.08.2020, 22:14

{Kommentar Erfassen? Eigentlich sollte es ja verfassen heissen.} Egal, meine eiserne Regel: Nie antworten; Das würde bestätigen, dass Deine Adresse stimmt. Vorallem bei ausländischen Firmen könnte das sehr teuer werden, ja ein Ami Anwalt könnte sogar Deine Existenz für immer ruinieren. Gerichtsstand fern von Zuhause! Intrum ist gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Im Frühling und im Herbst bieten sie Dir 30% Rabatt an, wenn du sofort zahlst. Na, auch dann nicht reagieren; Das generöse Angebot kommt nochmal im nächsten Jahr. Keine Angst vor Betreibungen, wenn die Forderungen ungerechtfertigt sind: Rechtsvorschlag einlegen [Begründung nicht notwendig]!