Aktualisiert 13.02.2019 08:52

Frauenfeld TGDas ist das Raserauto des Möchtegern-Rennfahrers

Mit 249 km/h bretterte ein 34-Jähriger über die Autobahn in Richtung Kreuzlingen. Seine Tatwaffe: Ein Seat Leon ST Cupra mit 370 PS.

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370 PS stark und mit 249 km/h schnell: Mit diesem Seat war der Raser auf der A7 unterwegs.

370 PS stark und mit 249 km/h schnell: Mit diesem Seat war der Raser auf der A7 unterwegs.

Kapo Thurgau
In die Geschwindigkeitskontrolle geriet der Deutsche auf der A7 bei Frauenfeld.

In die Geschwindigkeitskontrolle geriet der Deutsche auf der A7 bei Frauenfeld.

Screenshot: Google Street View

Der Hobby-Rennfahrer raste kurz nach Mitternacht am Montagmorgen mit 249 km/h auf der A7 durch die Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei Thurgau. Erlaubt waren 120 km/h. Damit war der 34-Jährige nach Abzug der Sicherheitsmarge um ganze 122 km/h zu schnell unterwegs.

Der Seat Leon ST Cupra des Deutschen aus dem Kanton Basel-Landschaft wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Dem Raser wurde der Fahrausweis abgenommen.

Unter der Haube hat der Wagen maximale 370 PS, wie FM1today.ch schreibt. Wie es auf Anfrage bei der Kantonspolizei Thurgau hiess, konnte man sich nicht daran erinnern, dass je ein Autofahrer mit einer höheren Geschwindigkeit gemessen wurde. «Das ist wohl ein neuer Negativrekord», sagte Sprecher Matthias Graf. (20 Minuten)

Wann wird aus einer Tempoüberschreitung ein Raserdelikt?

Gemäss dem Rasergesetz, das seit 2013 in Kraft ist, hat eine «vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln, bei dem das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern» besteht, eine Freiheitsstrafe von einem bis vier Jahren zur Folge. Dieser Tatbestand ist automatisch erfüllt, wenn die Höchstgeschwindigkeit um folgende Werte überschritten wird:

-ab 40 km/h, wo das Tempolimit höchstens 30 km/h beträgt

-ab 50 km/h, wo das Tempolimit höchstens 50 km/h beträgt

-ab 60 km/h, wo das Tempolimit höchstens 80 km/h beträgt

-ab 80 km/h, wo das Tempolimit mehr als 80 km/h beträgt.

Als Minimalsanktionen bei Raserdelikten gilt ein Jahr Gefängnis bedingt und zwei Jahre Ausweisentzug.

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