Aktualisiert 28.02.2018 05:56

RankingDas ist der beste Fahrlehrer der Schweiz

Die besten Fahrlehrer der Schweiz wurden gekürt. Was machen sie besser als andere?

von
Sandro Büchler
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Der beste Fahrlehrer der Schweiz heisst Yvan Caillat (46): «Meine Ruhe überträgt sich auf meine Schüler.»

Der beste Fahrlehrer der Schweiz heisst Yvan Caillat (46): «Meine Ruhe überträgt sich auf meine Schüler.»

Platz 2: Daniel Frei (59): «Ich mache vorwärts mit den Stunden.»

Platz 2: Daniel Frei (59): «Ich mache vorwärts mit den Stunden.»

Die beste Fahrlehrerin der Schweiz, Damiana Müller (34): «Jeder Fahrschüler ist anders.»

Die beste Fahrlehrerin der Schweiz, Damiana Müller (34): «Jeder Fahrschüler ist anders.»

Schon wieder klappt es nicht mit dem Seitwärts-Einparkieren und schon wieder würgt der Motor ab – dem Fahrlehrer auf dem Nebensitz platzt fast der Kragen. Viele erinnern sich mit Grauen an ihre Fahrstunden zurück. Es geht aber auch anders. Soeben wurden die besten Fahrlehrer der Schweiz gekürt.

Der beste Fahrlehrer der Schweiz 2017 kommt aus Nyon und heisst Yvan Caillat. Auf dem zweiten Platz steht Daniel Frei aus Rümlang, Dritter wird Beat Schwendimann aus Regensdorf, der letztjährige Sieger. Beste Fahrlehrerin wird Damiana Müller aus Allschwil auf Platz 6.

Das Ranking geht aus einer Umfrage der schweizweit meistverkauften Autotheorie-App «iTheorie Premium» hervor. 8'000 Schülerinnen und Schüler haben gewählt. Bewertet wurden neben der Unterrichts- und Servicequalität auch die sozialen Fähigkeiten der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer. Ebenfalls ins Ranking floss eine Selbsteinschätzung der Fahrlehrer ein.

Platz 1: Yvan Caillat (46): «Meine Ruhe überträgt sich auf meine Schüler»

Auto-école Smart L, Nyon VD

«Ich fühle mich geehrt über die Auszeichnung als bester Fahrlehrer der Schweiz, bleibe aber bescheiden. Ich denke, meine Schüler schätzen, dass ich immer sehr ruhig und besonnen bin. Ich versuche jeglichen Stress abzubauen, damit sich die Fahrschüler fokussieren können. Jeden Tag zu sehen, wie sie diese Aufgabe meistern, ist für mich die grösste Genugtuung als Fahrlehrer. Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Veranstaltungstechniker weiss ich mit Stress umzugehen. Heute bringt mich nichts aus der Ruhe. Klarheit und ein angenehmes Lernklima sind mir enorm wichtig. Für etliche Fahrschüler ist die Fahrprüfung mit viel Stress verbunden. Deshalb versuche ich mit klar strukturierten Stunden, konstruktivem Feedback und einer Portion Zen das nötige Vertrauen zu schaffen.»

Das sagen seine Schüler über ihn: «Seine Leidenschaft fürs Fahren und der volle Einsatz beim Lehren sind ansteckend und bringen auch Fahrmuffel in die Gänge.»

Platz 2: Daniel Frei (59): «Ich mache vorwärts mit den Stunden»

Fahrschule Daniel Frei, Rümlang ZH

«Ein Drittel meiner Schüler kommt von anderen Fahrschulen, wo sie bereits viel Geld in unnötige Lektion gesteckt haben – ohne Erfolg. Es ist wie beim Erlernen einer Sprache: Wenn man mit Freude lernt, geht es auch schneller und leichter. Ich versuche mit Spass und Kollegialität zu motivieren, mache aber vorwärts mit den Stunden, sodass die Fahrschüler zügig die Prüfung machen können. 90% meiner Fahrschülerinnen und Fahrschüler schaffen die Prüfung beim ersten Mal. Unter ihnen waren schon einige Schweizer Fussballer wie Stephan Lichtsteiner und Veroljub Salati. Da Fussballer und andere Sportler über mehr Selbstvertrauen verfügen, lernen sie den Verkehrssinn und die nötige Voraussicht schneller als andere. Sportler aus afrikanischen oder asiatischen Ländern tun sich oftmals schwer mit dem Verkehrsfluss in der Schweiz.»

Das sagen seine Schüler über ihn: «Herr Frei bietet preisgünstige Fahrstunden mit grosser Erfolgswahrscheinlichkeit. Sein Humor und seine positive Art sind auch bei schwierigen Situationen im Verkehr immer zu spüren und sorgen so für eine angenehme Atmosphäre im Unterricht.»

Platz 6: Damiana Müller (34): «Jeder Fahrschüler ist anders»

Fahrschule Damiana, Allschwil BS

«Menschen das Autofahren beizubringen erfordert Geduld und teils psychologisches Fingerspitzengefühl. Da wird schon mal über private Dinge gesprochen, aber das bleibt natürlich vertraulich. Als Fahrlehrerin treffe ich auf ganz unterschiedliche Menschen, das macht den Beruf so spannend. Häufig wollen die Fahrschüler zu schnell an die Prüfung. Doch für die nötige Fahrroutine braucht es eine individuelle Vorbereitung. Fahrstunden mit den Eltern helfen ebenfalls auf dem Weg zur Prüfung. Eine solch umfassende Ausbildung verringert später das Risiko von Unfällen. So sind Fahrstunden eine Art Lebensschule.»

Das sagen ihre Schülerinnen über sie: «Frau Müller ist eine geduldige Fahrlehrerin. Ihre erweiterte Ausbildung erlaubt es, Menschen mit körperlichen Handicaps anzuleiten und das Fahren beizubringen.»

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