Aktualisiert

Praktischer RollerDas ist der E-Scooter von Seat

Elektrisches Abenteuer auf zwei Rädern: Seat präsentiert einen vollelektrischen Motorroller, wie geschaffen für den Grossstadt-Dschungel.

von
pd
10.1.2020

City-Flitzer: E-Roller von Seat.

Ganze 66 Jahre sind vergangen, seit Seat sein erstes Fahrzeug entwickelt hat. Schon damals lautete das Ziel des Unternehmens: die Menschen mobil zu machen. Fast sieben Jahrzehnte später läutet der spanische Automobilhersteller eine neue Ära der Mobilität und Freiheit ein – mit seinem ersten vollelektrischen E-Scooter. Die Konzeptstudie punktet mit einem innovativen Beleuchtungskonzept, praktischen Konnektivitätslösungen sowie einer ansprechenden Geometrie. Besonders für Sharing-Flotten eignet sich der E-Scooter, der bereits 2020 auf den Markt kommen soll.

Ein neuer Ansatz

An die Entwicklung des E-Scooters gingen die Seat Designer diesmal mit einer ganz anderen Denkweise heran als üblich, berichtet Joan Melenchon, Exterior Designer bei SEAT: «Der eScooter ist aus einer völlig neuen Vision entstanden. Motorrad fahren ist viel interaktiver als Auto fahren und die Ergonomie steht viel stärker im Vordergrund.»

Treffenderweise wurde in Barcelona nicht nur die Konzeptstudie für den Elektroroller entworfen, er wird dort auch produziert. Unter allen europäischen Metropolen findet man in der katalanischen Hauptstadt nämlich den grössten Anteil an Motorradfahrern im Stadtverkehr. Die Erscheinung des E-Scooters zeichnet sich durch klare, stilisierte Linien aus, die sich zu einer eigenen Geometrie zusammensetzen.

Für Sharing-Flotten entwickelt

Der neue E-Scooter eignet sich für alle Zielgruppen, wurde aber insbesondere für Sharing-Flotten entwickelt. Aus diesem Grund wurden robuste Materialien eingesetzt, etwa die Gummierung an den seitlichen Stossfängern. Die strategische Platzierung der Bauteile gewährleistet einen einfachen Austausch im Falle einer Beschädigung. Auch an den nötigen Komfort wurde gedacht: Der spezielle, formschöne Sattel bietet genügend Stauraum für zwei Helme, während zwei USB-Anschlüsse und eine Smartphone-Halterung dem Fahrer ermöglichen, auch unterwegs vernetzt zu bleiben.

Seat macht jetzt Stromern erschwinglich

Die spanische VW-Konzerntochter fängt bei der Elektrifizierung klein an – auch beim Preis: Den Mini-Fünftürer Mii gibt’s bereits ab 19’850 Franken.

Eine gute Sichtbarkeit im Strassenverkehr stand bei der Konzeptstudie ebenfalls im Vordergrund. «Für uns war es wichtig, dass der e-Scooter hervorsticht. Wir wollten – besonders im Hinblick auf Sharing-Konzepte – ein Fahrzeug schaffen, das man nicht so einfach vergisst, wenn man es einmal abgestellt hat. Das haben wir erreicht», freut sich Joan Melenchon.

Die Designer der Abteilung Color & Trim wählten Schwarz als Grundfarbe, setzten dann aber auffällige Akzente in fluoreszierendem Weiss. «Diese intensive Farbe, die wirklich ins Auge sticht, haben wir nur an markanten Stellen aufgebracht. Sie macht den eScooter für andere Fahrer gut sichtbar und sorgt so für mehr Sicherheit», erklärt Francesca Sangalli.

Inspiration aus der Auto-Welt

Die neue Konzeptstudie von Seat fällt nicht nur durch ihr eindrucksvolles Farbkonzept auf, sondern auch durch ihre hochmoderne Technologie. Neben einem neuartigen Beleuchtungssystem, das Front und Heck umspannt, verfügt der E-Scooter über eine Innovation, die man bislang nur von Neuwagen kannte, wie Joan Melenchon erläutert: «Unser E-Scooter ist mit dynamischen Blinkleuchten ausgestattet, die man zwar bei Neuwagen regelmässig sieht, die aber bei Motorrädern bisher nicht zum Einsatz gekommen sind. Wir wollten diese Blinker in unsere Konzeptstudie integrieren, weil sie ein unverkennbares optisches Signal darstellen. Auch damit unterstreichen wir den Status des E-Scooters als Ikone seiner Zeit.»

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