A320neo: Das ist der neue Vorzeige-Jet der Swiss
Aktualisiert

A320neoDas ist der neue Vorzeige-Jet der Swiss

In zwei Wochen erhält die Swiss die erste von 25 neuen Airbus-Maschinen: Sie brauchen weniger Kerosin, machen weniger Lärm und haben die Lufthansa-Einheitskabine.


von
S. Spaeth
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Am 20. Februar landet in Zürich die erste A320neo-Maschine der Swiss.

Am 20. Februar landet in Zürich die erste A320neo-Maschine der Swiss.

Swiss
Zwischen 2020 und Ende 2024 wird die Swiss 17 Maschinen des A320neo und acht des etwas grösseren A321neo in Betrieb nehmen.

Zwischen 2020 und Ende 2024 wird die Swiss 17 Maschinen des A320neo und acht des etwas grösseren A321neo in Betrieb nehmen.

epa/Caroline Blumberg
Mit den A320neo-Maschinen wird die Swiss-Flotte massiv verjüngt, sparsamer und leiser.

Mit den A320neo-Maschinen wird die Swiss-Flotte massiv verjüngt, sparsamer und leiser.

Reuters/Fabian Bimmer

Der bevorstehende 20. Februar ist für die Swiss und für Flugzeugfans ein grosser Tag. Dann bekommt die Airline die erste von insgesamt 25 neuen Airbus-Maschinen, wie die Swiss auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt. Das Flugzeug, das sich derzeit noch im Airbus-Werk in Hamburg befindet, wird in Zürich mit einer Zeremonie empfangen werden. Die Details dazu hält die Swiss aber noch unter Verschluss. Klar ist bereits: Die Swiss verzichtet bei ihrem ersten A320neo auf eine Speziallackierung, die Maschine kommt im normalen Design daher.

Der neue A320neo ist die erste Swiss-Maschine, die mit der sogenannten Einheitskabine der Lufthansa-Gruppe ausgerüstet ist. Konkret bedeutet dies: Der Innenraum sieht zwar nach Swiss aus, die kostenintensiven Komponenten wie Kabineneinteilung und die Bordküchen sind aber baugleich mit anderen Airlines der Lufthansa-Gruppe.

«Das bringt den zentralen Vorteil, dass Flugzeuge bei Bedarf mit wenig Aufwand zwischen den Fluggesellschaften der Lufthansa Group transferiert werden können», sagt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott zu 20 Minuten. Dazu kämen auch Einkaufsvorteile. Als Nachteile erwähnt die Swiss längere Spezifikationsprozesse sowie die Tatsache, «dass von allen Beteiligten Kompromisse eingegangen werden müssen».

Crews beschwerten sich über wenig Platz

Wegen der Einheitskabine des rund 110 Millionen Dollar (Listenpreis) teuren A320neo beschwerten sich Crew-Mitglieder bereits im Dezember über noch engere Platzverhältnisse, insbesondere in der Küche. Die Airline sieht das anders. Die Grössenverhältnisse in der Küche seien gleich, nur die Anordnung der Konsolen sei etwas anders.

Zwischen 2020 und Ende 2024 wird die Swiss 17 Maschinen des A320neo und acht des etwas grösseren A321neo in Betrieb nehmen. Damit wird die Swiss-Flotte massiv verjüngt, sparsamer und leiser. Die neuen Triebwerke von Pratt & Whitney sowie die aerodynamischen Flügelenden reduzieren den Kerosinverbrauch um 20 Prozent. Zudem verursachen die neuen Jets laut Swiss 50 Prozent weniger Lärm. Grund dafür sind Wirbelgeneratoren, die Pfeifgeräusche (sie entstehen, wenn ein Luftstrom auf eine scharfe Kante stösst) reduzieren.

Swiss schult Personal für A320neo

Bevor das Flugzeug in den Swiss-Betrieb integriert werden kann, muss es vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) akzeptiert sowie verzollt und versichert werden. Dieser Prozess sowie letzte Swiss-spezifische Anpassungen dauern bei der ersten Auslieferung eines neuen Flugzeugtyps jeweils rund eine Woche.

Schon längere Zeit ist die Swiss daran, die Piloten, Crews und Techniker auf den A320neo zu schulen. «Der Aufwand ist jedoch relativ gering, da der A320neo nahezu baugleich ist mit dem A320ceo, den Swiss bereits in Betrieb hat», erklärt Fuhlrott. Noch ist offen, auf welchen Strecken die neue Maschine eingesetzt wird und wann der erste Linienflug durchgeführt wird.

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