Schicksalstag: Aktie stürzt ab, CS-Chef Ulrich Körner verspricht radikalen Umbau

SchicksalstagCS-Aktie stürzt ab, Chef Ulrich Körner verspricht radikalen Umbau

Drogen, Geldwäsche, Millionenbussen – die Credit Suisse hat in den letzten Monaten für viele Negativschlagzeilen gesorgt. Nun präsentiert sie ihre neue Strategie.

von
Marcel Urech

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Donnerstag, 27.10.2022

Ende

Details zum weltweit geplanten Stellenabbau gaben die CS-Bosse nicht bekannt. In der Schweiz könnte der Schnitt laut Präsident Lehmann bei rund 2000 Stellen liegen. Betroffen sein sollen Bereiche wie IT und Administration. Die Pressekonferenz ist damit beendet. Schön, warst du dabei.

Körner zur schlechten CS-Performance

«Das ist der Start einer grossen Reise», sagt CS-Präsident Axel Lehmann. «Wir haben einen klaren Plan und die richtigen Leute mit dem passenden Fokus. Wir sind bereit zu liefern.»

CEO Ulrich Körner gibt zu, dass die Performance der CS für viele Stakeholder enttäuschend sei. Nun gebe es aber «eine neue Credit Suisse, die viel stärker auf die Bedürfnisse der Kundschaftet eingeht».

Weitere Medienkonferenz

Die CS hält eine weitere Medienkonferenz in London ab. Die Redaktion tickert live mit.

Joshi zur CS-Aktie

«Wir müssen nun abwarten, bis sich die Credit-Suisse-Aktie in den nächsten Tagen beruhigen wird», sagt Finanzchef Dixit Joshi. Auf die heutige Performance der Aktie will er nicht näher eingehen.

Eine neue und schlankere Bank

«Die Credit Suisse wird eine einfachere Bank, die sich auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden konzentriert», sagt Joshi. Die Kosten der Bank sollen um 2,5 Milliarden sinken.

So viel kostet die Restrukturierung

Das Restrukturierungsprogramm der Credit Suisse werde bis 2024 rund 2,9 Milliarden kosten, sagt Finanzchef Dixit Joshi.

Grosser Quartalsverlust

Die CS, nach der UBS die zweitgrösste Schweizer Bank, hat erneut einen grossen Quartalsverlust vorgelegt – den vierten in Folge. Im dritten Quartal lag der Verlust laut DPA bei rund vier Milliarden Franken. Inbegriffen ist eine Wertberichtigung latenter Steuerguthaben in Verbindung mit der Strategieüberprüfung in Höhe von 3,7 Milliarden Franken. Vor Steuern lag der Verlust bei 342 Millionen Franken.

Trading neuer Aktien ab 9. Dezember

Finanzchef Dixit Joshi erklärt, wie die vorgeschlagene Kapitalerhöhung vonstatten gehen soll. Die neuen Aktien sollen ab dem 9. Dezember getradet werden. Am 23. November gebe es dafür ein General Meeting.

Nun spricht Finanzchef Dixit Joshi

Screenshot Webcast Credit Suisse

CS-Aktienkurs sinkt weiter

Während die Credit Suisse in London ihre Strategie präsentiert, sinkt der Aktienkurs weiter: -14.68 Prozent am Donnerstag.

Screenshot von Google

Massiver Stellenabbau

Die Kostenbasis der CS soll bis 2025 massiv sinken. «Leider heisst das auch, dass wir uns von Mitarbeitenden trennen müssen», sagt Körner. Bis Ende Jahr werde die Bank 2700 Stellen streichen.

500 Millionen von neuem Investor

Die Credit Suisse wird die Marke CS First Boston als eigenständige Einheit zurückbringen. Das komme bei den Anlegerinnen und Anlegern gut an, sagt CS-Chef Ulrich Körner. Ein Investor habe bereits zugesichert, eine halbe Milliarde in CS First Boston reinzustecken.

So will die CS Risiken abbauen

Die CS wolle das Risiko in der Investmentbank um 40 Prozent reduzieren, sagt Körner. Credit Suisse First Boston werde als eigenständiges Rechtsgebilde mehr Erfolg haben. Die Bank will zudem eine «Non-Core Unit» für die nicht-strategischen Geschäfte etablieren.

Screenshot Webcast Credit Suisse

Das sagt der CS-Chef zur Schweiz

«Wir sind stolz, in unserem Heimmarkt Schweiz seit Jahren eine führende Bank zu sein», sagt CEO Ulrich Körner. Der Retail-Kundschaft werde man treu bleiben. Mit dem digitalen CSX-Angebot sei man führend, so Körner.

«Unsere Kostenbasis ist zu hoch»

«Unsere Kostenbasis ist zu hoch», sagt Körner. Man habe aber einen Plan, um das zu ändern. Es gehe nicht nur um Zahlen. Das Ziel sei eine Bank mit starkem Risikomanagement, stabilen Finanzen und Kundennähe.

CEO verspricht radikale Restrukturierung

Die Credit Suisse werde das Investmentbanking «radikal umstrukturieren» und Credit Suisse First Boston als eine unabhängige Bank etablieren. Die CS werde zudem Geschäfte aufgeben, die nicht mehr zur Bank passen, sagt der CEO in London.

Nun spricht CEO Ulrich Körner

Screenshot Webcast Credit Suisse

Lehmann gibt sich optimistisch

«Der Schlüssel für den Erfolg wird die richtige Kombination aus Erneuerung und Erhalt des Bestehenden sein», sagt Lehmann. Für die Erneuerung der Bank brauche es eine neue Basis. «Das ist der Start einer neuen Reise mit einem klaren Plan und klaren Zielen.»

CS will Kosten um 2,5 Milliarden senken

Bis 2025 werde die CS die Kosten um rund 2,5 Milliarden senken, sagt Lehmann. In den nächsten ein bis zwei Jahren wolle die Bank die Basis legen, um wieder zu wachsen. «Seit meiner Ernennung als Chairman liegt mein Fokus darauf, Risiken zu senken», so Lehmann.

CS soll «stärker» und «fitter» werden

Die Credit Suisse müsse nun ihre Kosten reduzieren und «stärker» und «fitter» werden, sagt Lehmann. «Wir wollen ein führender Wealth Manager sein.» Das Investmentbanking werde signifikant abgebaut. Ein Teil davon werde in CS First Boston ausgegliedert.

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