Bilder aufhängen: Das musst du unbedingt beachten

Mit dem richtigen Hängungsstil kommen deine Bilder perfekt zur Geltung – oder runden deine bestehende Dekoration dezent ab. Wir haben einen Experten gefragt, worauf man beim Aufhängen von Bildern achten sollte.

Mit dem richtigen Hängungsstil kommen deine Bilder perfekt zur Geltung – oder runden deine bestehende Dekoration dezent ab. Wir haben einen Experten gefragt, worauf man beim Aufhängen von Bildern achten sollte.

Unsplash/Spacejoy
Aktualisiert

ExpertentippsDas ist die perfekte Höhe für Bilder an deiner Wand

Beim Aufhängen von Bildern gibt es einiges zu beachten. Wir haben einen Experten gefragt, was besonders wichtig ist.

von
Meret Steiger

Du kennst das: Du bist umgezogen und deine Bilder sind das letzte, worum du dich kümmerst. Dabei sind gerade sie es, die deiner Wohnung den letzten Schliff geben können. Wir haben Andreas Bleisch, Inhaber von Betz Designmöbel gefragt, worauf man beim Aufhängen von Bildern besonders achten muss.

Proportionen und Höhe

Zuerst solltest du herausfinden, wo dein Bild am besten reinpasst: «Ein grosses Bild macht sich an einer langgestreckten Wohnzimmerwand besonders gut, für den Flur eignen sich mehrere kleine Bilder meist besser», sagt Andreas Bleisch und ergänzt: «Die richtige Höhe ist ebenfalls entscheidend. Als Faustregel, die beispielsweise auch in Museen genutzt wird, gilt: Vom Fussboden bis zur Mitte des Bildes sollten es 145 Zentimeter sein.» Werde das Bild beispielsweise über einem Sofa aufgehängt, sollte es 20 bis 30 Zentimeter über der Kante hängen.

Gerade wenn man viele Bilder kombinieren möchte, ist die richtige Hängung entscheidend. Eine gute Lösung dafür ist das Auslegen auf dem Boden, damit man die Komposition als ganzes sieht, bevor sie an der Wand hängt.

Gerade wenn man viele Bilder kombinieren möchte, ist die richtige Hängung entscheidend. Eine gute Lösung dafür ist das Auslegen auf dem Boden, damit man die Komposition als ganzes sieht, bevor sie an der Wand hängt.

Unsplash/Christopher Burns

Planung

Gerade wenn du mehrere Bilder aufhängen möchtest, solltest du das Layout zuerst ausprobieren. Dafür kannst du die Bilder einfach auf dem Boden anordnen und so schauen, was wo besonders gut hinpasst. Bleischer hat noch einen Tipp: «Vertikale Bilder lassen Wände höher wirken, bei horizontalen Bildern hingegen scheint die Wand breiter.»

Hilfsmittel

Damit deine Bilder sicher gerade an der Wand hängen und die Abstände stimmen, kannst du auf Hilfsmittel wie Malerklebeband, eine gespannte Schnur oder eine Wasserwaage zurückgreifen. Profi Andreas Bleisch kennt noch einen weiteren Trick: «Um die Bilder garantiert richtig zu positionieren, kann man die Bilderformate aus Zeitungs- oder Backpapier auszuschneiden und an der Wand befestigen. Dann hängt man die Bilder direkt darüber und entfernt danach das Papier.»

Damit du dir vorstellen kannst, wie beim Endergebnis die Abstände und Proportionen sein sollen, kannst du Papier in der Bildgrösse an die Wand heften.

Damit du dir vorstellen kannst, wie beim Endergebnis die Abstände und Proportionen sein sollen, kannst du Papier in der Bildgrösse an die Wand heften.

Unsplash/Vladimir Mokry

Aufhängen ohne Nägel

Falls du in einer Mietwohnung lebst und keine Nägel in die Wand schlagen willst, gibt es diverse andere Möglichkeiten: «Man kann dabei zum Beispiel auf starkes Klebeband setzen, auf Magnetfarbe, Drahtseile oder Klebenägel», sagt Andreas. Es gibt selbstklebende Bilderhaken und doppelseitige Klebestrips, die Bilder mit bis zu zehn Kilogramm Gewicht tragen können. 

Es gibt diverse Möglichkeiten, deine Bilder aufzuhängen – auch ohne Nägel.

Es gibt diverse Möglichkeiten, deine Bilder aufzuhängen – auch ohne Nägel.

Unsplash/Jonny Caspari

«Mir gefällt ausserdem die Methode mit Magnetfarbe sehr gut: Dafür streichst du die gewünschte Wand oder den gewünschten Abschnitt in Magnetfarbe und befestigst deine Bilder danach mit Magneten oder einem magnetischen Bilderrahmen an der Wand. Damit lässt sich ein Bild auch ganz leicht austauschen und der Hängungsstil immer wieder verändern», sagt Bleisch. 

Hängen bei dir in der Wohnung Bilder?

Hängungsstile

Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Aufhängungsstilen. Ein einzelnes Bild braucht viel Platz, um zu wirken und sollte an eine grosse Wand. Bei einem Paar aus zwei Bildern solltest du darauf achten, dass sie farblich stimmig sind – und fünf bis zehn Zentimeter Abstand dazwischen haben. Das gleiche gilt für Dreiersets, wobei es hier noch eine weitere Möglichkeit gibt: «Bei einem sogenannten Triptychon wird ein Motiv auf drei Einzelbilder aufgeteilt und nebeneinander aufgehängt. Die Bilder können gerne unterschiedliche Breiten haben, die Höhe und der Abstand sollten allerdings identisch sein», sagt Bleisch. 

Die beliebtesten Hängungsstile für mehr als drei Bilder:

Bei dieser Methode kannst du dir eine Linie an der Wand vorstellen. Die Bilder werden dann mit dem oberen oder unteren Rahmen an dieser Kante ausgerichtet. «Um es sich hier leichter zu machen, kann man eine Schnur spannen, um diese Linie beim Aufhängen deutlicher zu machen», sagt Bleisch. Der Abstand zwischen den Bildern sollte immer gleich gross sein, am besten zwischen fünf und sieben Zentimetern.
Kantenhängung

Bei dieser Methode kannst du dir eine Linie an der Wand vorstellen. Die Bilder werden dann mit dem oberen oder unteren Rahmen an dieser Kante ausgerichtet. «Um es sich hier leichter zu machen, kann man eine Schnur spannen, um diese Linie beim Aufhängen deutlicher zu machen», sagt Bleisch. Der Abstand zwischen den Bildern sollte immer gleich gross sein, am besten zwischen fünf und sieben Zentimetern.

Betz
Hier ist Gleichmässigkeit besonders wichtig: Die Bilder werden in einer Reihe in dem genau gleichen Abstand aufgehängt. «Einheitliche Rahmen, gerne aber auch in unterschiedlichen Farben, wirken bei dieser Hängung am besten», sagt Andreas Bleisch.
Reihenhängung

Hier ist Gleichmässigkeit besonders wichtig: Die Bilder werden in einer Reihe in dem genau gleichen Abstand aufgehängt. «Einheitliche Rahmen, gerne aber auch in unterschiedlichen Farben, wirken bei dieser Hängung am besten», sagt Andreas Bleisch.

Betz
Bei dieser Methode stellst du dir ein Kreuz an der Wand vor, das den Wandabschnitt in vier Teile unterteilt. «Hier empfiehlt es sich, von innen nach aussen zu arbeiten: Man beginnt mit einem Bild, das eher in der Mitte platziert ist, und ordnet die anderen dann darum herum an. Für ein stimmiges Gesamtbild sollte ein Drittel der Bilder über der Augenhöhe liegen, zwei Drittel darunter.»
Kreuzhängung

Bei dieser Methode stellst du dir ein Kreuz an der Wand vor, das den Wandabschnitt in vier Teile unterteilt. «Hier empfiehlt es sich, von innen nach aussen zu arbeiten: Man beginnt mit einem Bild, das eher in der Mitte platziert ist, und ordnet die anderen dann darum herum an. Für ein stimmiges Gesamtbild sollte ein Drittel der Bilder über der Augenhöhe liegen, zwei Drittel darunter.»

Betz

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