Schläpfer weg: «Das ist ein trauriger Tag für Biel»
Aktualisiert

Schläpfer weg«Das ist ein trauriger Tag für Biel»

Biel-Boss Andreas Blank bedauert die Freistellung von Trainer Kevin Schläpfer. Der Entscheid sei aber nicht vermeidbar gewesen.

von
Peter Berger
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Für Andreas Blank, Biels Präsident des Verwaltungsrates, ist die Entlassung von Kevin Schläpfer ein trauriger Tag.

Für Andreas Blank, Biels Präsident des Verwaltungsrates, ist die Entlassung von Kevin Schläpfer ein trauriger Tag.

Keystone/Marcel Bieri
Kevin Schläpfer war ab 2006 zuerst Sportchef, danach mehrmals Nothelfer und ab 2010 Cheftrainer in Biel.

Kevin Schläpfer war ab 2006 zuerst Sportchef, danach mehrmals Nothelfer und ab 2010 Cheftrainer in Biel.

Keystone/Ennio Leanza
Sportchef Martin Steinegger muss nun einen Nachfolger suchen.

Sportchef Martin Steinegger muss nun einen Nachfolger suchen.

Keystone/Marcel Bieri

«Es gab zu viele Parallelen zur vergangenen Saison, die wirklich schlecht war», begründet Andreas Blank die Trennung von Kevin Schläpfer. Der Boss verweist auf die Niederlagenserie. «Wir vermissten auch etwas das Feuer, sowohl beim Team wie auch bei Kevin.»

Noch vor einem Jahr liessen die Clubverantwortlichen Schläpfer nicht ziehen, als diesem ein Angebot als Nationalcoach vorlag.«Im Nachhinein ist es billig, dies als Fehlentscheid zu taxieren. Damals war unser Entscheid richtig, aus heutiger Sicht wohl falsch», so Blank. Für den Boss hätte es dennoch nicht so weit kommen dürfen. «Wir verfügen mit Goalie Jonas Hiller und auch den Ausländern eigentlich über eine bessere Mannschaft als letzte Saison. Trotzdem sind wir wieder in der gleichen Situation. Das Risiko war uns deshalb zu hoch, dass wir wieder im gleichen Strudel bleiben», sagt Blank. Dass der EHCB im neuen Stadion zum Erfolg verdammt ist, verneint der Präsident. «Aber wir verfügen über mehr Geld und deshalb sind auch die Erwartungen höher.»

Schläpfers Kapitel in Biel

Diese konnte Schläpfer zuletzt nicht erfüllen. Der Baselbieter hatte 2006 als Sportchef übernommen, half aber mehrmals als Notnagel an der Bande aus. Seit 2010 war er dann Cheftrainer. Jetzt muss der «Eishockey-Gott» im Seeland gehen. Blank betont, dass dieser Entscheid schmerzt: «Das ist ein ganz trauriger Tag für uns alle. Kevin hat in Biel ein grosses Kapitel geschrieben, das kann ihm auch niemand mehr nehmen.»

Kommt Leuenberger?

Wer Schläpfers Nachfolge antreten wird, ist offen. Sportchef Martin Steinegger sagt, dass es aus Respekt gegenüber Schläpfer noch keinen einzigen Kontakt gegeben habe. Die Suche beginne erst jetzt. Wir suchen jemanden, der mit jungen Spielern, auch aus der NLB, arbeiten kann. Und wir möchten wieder Kontinuität auf dem Trainerposten», sagt Steinegger. Verfügbar wäre Berns Meistertrainer Lars Leuenberger. «Ein interessanter Name», meint Steinegger. Und Leuenberger selber gibt zu: «Mich würde diese Aufgabe sehr reizen.»

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