Aktualisiert 16.03.2017 10:20

Youtube-Video

«Das ist eindeutig kein Ufo»

Ein Video zeigt ein rätselhaftes Objekt über Biel, das hell erleuchtet durch die Lüfte segelt. Ein Ufo-Forscher und ein Weltraum-Experte geben Antworten.

von
Simon Ulrich

Hier sehen Sie das rätselhafte Flugobjekt vorbeigleiten.

Ein neues Video auf Youtube zeigt eine angebliche Ufo-Sichtung: Gleich einem Feuerball gleitet das Ding durch den wolkenlosen Abendhimmel. Als die Kamera heranzoomt, scheint es sogar gelb-rot zu blinken. Dann geht dem Objekt plötzlich das Licht aus und es verliert zunehmend an Höhe. Der Flugkörper, der über Biel gefilmt wurde, wirft Fragen auf.

20 Minuten zeigte das Video Alienforscher Erich von Däniken. «Eindeutig kein Ufo», sagt er wie aus der Pistole geschossen. Vielmehr geht der Bestsellerautor von einem militärischen Fallschirm mit unten angebrachtem Lichtkörper aus. «Sie werden aus Flugzeugen abgeworfen und können ganze Gebiete ausleuchten», erklärt er.

Himmelslaternen von Wind beeinflusst

Dass es sich um einen Fallschirm handle, werde insbesondere im zweiten Teil des Videos deutlich. Dort stürze das Objekt regelrecht ab und weise eine klare Falllinie auf. «Die Flugbahn eines Ufos sieht ganz anders aus», so von Däniken.

Auch Guido Schwarz, Gründer des Swiss Space Museum, glaubt nicht an ein Ufo. «Es sieht eindeutig nach einer Himmelslaterne aus», meint er. Besonders nach einer Minute und 14 Sekunden werde oberhalb des Leuchtkörpers das Papier der Laterne sichtbar. Auch die abrupten Geschwindigkeits- und Richtungswechsel sprechen laut Schwarz für einen kleinen Heissluftlampion. «Himmelslaternen werden stark durch die Windverhältnisse beeinflusst.»

«Authentischere Ufo-Filme»

Von Däniken versichert, es gebe wesentlich authentischere Ufo-Filme. So habe etwa die Bordkamera eines amerikanischen Kampfjets über Puerto Rico Bilder eines unidentifizierten Flugobjekts aufgezeichnet (siehe Video unten). Laut dem Ufo-Forscher ist das Video garantiert echt. «Auf diesen Kameras werden alle Sekundenbruchteile die neusten Daten eingeblendet, wie etwa Geschwindigkeit, Position oder die Entfernung des Zielobjekts.» Weil diese Daten laufend ändern würden, könnten diese Bilder nicht gefälscht sein.

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