St. Galler Rheintal: «Das ist eine Frechheit, gefährlich und rücksichtslos»
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St. Galler Rheintal«Das ist eine Frechheit, gefährlich und rücksichtslos»

Ein Busfahrer hat während der Fahrt mit seinem Handy am Ohr telefoniert. Ein News-Scout ist entrüstet. Das betroffene Unternehmen prüft Konsequenzen für den Chauffeur.

von
Michel Eggimann
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Während der Fahrt hat ein Busfahrer mit seinem Handy telefoniert.

Während der Fahrt hat ein Busfahrer mit seinem Handy telefoniert.

News-Scout
Ein 23-jähriger News-Scout aus Frümsen SG hat davon ein Foto gemacht.

Ein 23-jähriger News-Scout aus Frümsen SG hat davon ein Foto gemacht.

Bus Ostschweiz AG/Chris Mansfield
«Das ist eine Frechheit, gefährlich und rücksichtslos», sagt er.

«Das ist eine Frechheit, gefährlich und rücksichtslos», sagt er.

Bus Ostschweiz AG/Chris Mansfield

Darum gehts

  • Im Rheintal hat ein Buschauffeur während der Fahrt telefoniert.

  • Ein News-Scout hat alles beobachtet und ist entrüstet.

  • Das betroffene Busunternehmen hat ein Disziplinarverfahren eröffnet.

  • Der Busfahrer ist vorerst weiter im Dienst.

Ein 23-jähriger News-Scout aus Frümsen SG war am Dienstagnachmittag in einem Bus von Gams in Richtung Sennwald unterwegs. Dabei hat er beobachtet, wie der Buschauffeur während der Fahrt mit dem Handy telefoniert hat. Der 23-Jährige schildert: «Bei einer Haltestelle hat er das Telefonat begonnen. Das geht ja noch. Doch dann ist er losgefahren und hat weiter telefoniert.» Das Gespräch habe mehrere Minuten gedauert. Dass ein Busfahrer am Steuer telefoniert, ist für den Mann aus Frümsen ein No-Go. «Das ist eine Frechheit, gefährlich und rücksichtslos», sagt er. Es seien vier andere Passagiere im Bus gewesen, reagiert habe niemand.

Disziplinarverfahren eröffnet

Das betroffene Transportunternehmen ist die Bus Ostschweiz AG. Sprecher Hans Koller bestätigt den Vorfall. Er meint: «Wir konnten mit dem Busfahrer sprechen. Er ist einsichtig und hat seinen Fehler eingestanden.» Der Chauffeur habe in einem Gespräch mit seinem Vorgesetzten gesagt, er habe das Handy auf Lautsprecher gehabt und nicht am Ohr. Dennoch sagt Koller: «Der Vorfall ist auf jeden Fall nicht zu akzeptieren. Telefonieren während der Fahrt ist für einen Chauffeur ein No-Go.» Es sei eine gewisse Enttäuschung da.

Beim Chauffeur handelt es sich laut dem Sprecher um einen langjährigen Mitarbeiter. Gegen ihn wurde nun ein Disziplinarverfahren eröffnet. «Ob das Telefonat für ihn Konsequenzen hat, wird nun geprüft», so Koller. Es sei eine Abwägung der Fakten notwendig. Der langjährige Chauffeur sei zuvor nie durch ein solches Verhalten negativ aufgefallen. Man werde sicher noch einmal das Gespräch mit ihm suchen. Vorläufig darf der Busfahrer seinen Job weiter ausführen. Bereits am Mittwochmorgen sass er wieder am Steuer.

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