Schüsse in Georgien: «Das ist eine klare Provokation»
Aktualisiert

Schüsse in Georgien«Das ist eine klare Provokation»

Russland hat die Schüsse in der Umgebung der polnischen und georgischen Präsidenten nahe Südossetien als Provokation verurteilt.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow erklärte am Sonntagabend in Peru, die Schüsse seien nicht von russischen oder südossetischen Stellungen gekommen. Er deutete an, Georgien habe den Vorfall inszeniert, um Moskau zu diskreditieren, wie russische Nachrichtenagenturen am Montag berichteten.

«Das ist eine klare Provokation», sagte Lawrow. «Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert: Sie organisieren alles und machen dann Russland oder Ossetien verantwortlich.» Die Schüsse fielen am Sonntag, als der polnische Präsident Lech Kaczynski und sein georgischer Kollege Michail Saakaschwili in einer Fahrzeugkolonne ein Gebiet nahe Südossetien durchquerten. Verletzt wurde niemand. Saakaschwili machte russische Soldaten aus der abtrünnigen Republik für den Zwischenfall verantwortlich.

Kaczynski sagte, die Schüsse seien aus einer Entfernung von nur 30 Metern abgegeben worden. Es sei nicht klar, ob gezielt auf den Konvoi oder in die Luft gefeuert worden sei. An den Stimmen habe er jedoch erkannt, dass es Russen gewesen seien. Der polnische Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski sagte am Montag, der Zwischenfall sei nicht ernst. Allerdings sei der polnische Präsident in eine heikle Lage gebracht worden. (dapd)

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