300 Wochen die Nummer 1: «Das ist eine meiner grössten Leistungen»
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300 Wochen die Nummer 1«Das ist eine meiner grössten Leistungen»

300 Wochen auf dem Tennis-Thron! Bei allem, was Roger Federer schon erreicht hat - da ist selbst der Maestro hin und weg. Der bittere Beigeschmack: Dafür musste er Stanislas Wawrinka schlagen.

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Einmal mehr geht Roger Federer nach einem Duell mit Stanislas Wawrinka als Sieger vom Platz - zum 12. Mal im 13. Spiel. Dank seinem Achtelfinalsieg beim ATP-Turnier in Schanghai steht fest, dass Federer am Montag in seine insgesamt 300. Woche als Nummer 1 geht. Die wohl für die meisten anderen Spieler unerreichbare Zahl macht den Maestro «unglaublich stolz».

Noch am Ende des zweiten Satzes sah es danach aus, als ob Wawrinka das bessere Ende für sich behalten würde. «Ich habe es einfach weiterhin versucht, ich hatte ja schliesslich schon zuvor meine Chancen», erklärte der 17-fache Grand-Slam-Sieger die abrupte Wende.

Die von ihm angesprochenen Chancen vermochte Federer aber erst ab dem Tiebreak im zweiten Durchgang zu nutzen, wo er seine gewohnte Leichtigkeit wieder abrufen konnte und unwiderstehlich spielte. Wawrinka verlor damit auch das sechste Tiebreak gegen seinen Davis-Cup-Kollegen.

Wawrinka: «Wenn er so spielt, kann man nichts machen»

Danach hatte Wawrinka nicht mehr den Hauch einer Chance oder wie Federer über seine zahlreichen Gewinnschläge und das Doppelbreak zu Beginn des Entscheidungssatzes nüchtern sagte: «Das war ein optimaler Start.» Der dritte Durchgang war eine Machtdemonstration des Maestros und ging mit 6:0 an die Weltnummer 1. Dem hatte Wawrinka nichts entgegenzusetzen. «Ich war wirklich nahe dran, aber im Tiebreak war er zu stark. Wenn er so spielt, kann man nichts machen.»

Als Lektion aus dieser Partie will Wawrinka, die Nummer 17 des aktuellen Rankings, mitnehmen, dass «ich weiter arbeiten muss. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Roger der beste Spieler der Welt ist.» Federer gab das Lob postwendend zurück. «Ich bin enttäuscht für ihn, denn er war der bessere Spieler. So bin ich einfach froh, dass ich durchgekommen bin.» Am Freitag muss Federer im Viertelfinal gegen Marin Cilic ran (20 Minuten Online berichtet ab 14 Uhr live).

«300 Wochen, das ist ziemlich unglaublich»

Damit geht er kommenden Montag in die 300. Woche als Nummer 1 - eine magische Zahl: «300 Wochen, das ist ziemlich unglaublich. Wahrscheinlich ist dies eine meiner grössten Leistungen und ich bin sehr stolz auf diesen Rekord», so Federer. Mit seinen bislang 299 Wochen auf dem Tennis-Thron führt der 17-malige Grand-Slam-Sieger die Rekordliste vor Pete Sampras (286 Wochen) an.

Diese vermutlich für lange Zeit für jeden anderen Spieler unerreichbare Zahl hatte ihn zuletzt doch beschäftigt, wie er zugab: «Als ich die Spitze nach 286 Wochen verlor, habe ich mich nicht gross damit beschäftigt. Als ich jetzt in Wimbledon wieder auf Platz 1 zurückkehrte und den Rekord von Pete Sampras gebrochen hatte, auch noch nicht. Je näher ich dann aber dieser Zahl kam, desto mehr habe ich mich dafür interessiert. Ich habe mir sogar überlegt, ob ich noch in Tokio oder Peking starten soll und bin nun sehr froh, dass es geklappt hat.» (als/si)

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