Ski-Star Marco Odermatt ist vor seiner Wengen-Premiere begeistert
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Erstes Lauberhorn-Rennen «Das ist einmalig» – Marco Odermatt ist vor seiner Wengen-Premiere begeistert

Zum ersten Mal wird Marco Odermatt auch in Wengen am Start sein. Druck verspürt er keinen, auch weil er keine grossen Erwartungen ans Rennen hat.

von
Sven Forster
(aus Wengen)

Marco Odermatt triumphierte zuletzt in Adelboden.

SRF 

Darum gehts

  • Marco Odermatt konnte seinen Adelboden-Sieg nur kurz feiern.

  • In Wengen sieht er sich nicht als Favorit.

  • Er wäre mit einem Platz in den Top 15 zufrieden.

Vergangenen Samstag feierten die Fans ihren Marco Odermatt. Der 24-Jährige sorgte in Adelboden für den ersten Schweizer Riesensieg am Chuenisbergli seit dem Jahr 2008. Für den Nidwaldner geht es nun munter weiter und es kommt zu einer Premiere.

Odermatt wird zum ersten Mal in seiner Karriere ein Weltcuprennen in Wengen bestreiten. Bislang stand er noch bei keinem Lauberhorn-Rennen im Starthaus. Von der Kulisse ist er nach dem ersten Training begeistert. «Es ist einmalig. Das habe ich rennmässig noch nie gesehen.» Dennoch war Odermatt noch etwas beim Wettkampf in Adelboden, wie er selbst erklärt : «Es ging relativ schnell wieder weiter. Auspacken und einpacken. Emotional war ich noch ein bisschen in Adelboden. Man hat gar nicht so lange Zeit, es Revue passieren zu lassen.»

Odermatt konnte für sich auch die Tausenden Fans vor Ort einordnen. «Wie Athleten wurden sehr gut abgeschottet vom Rummel und den Fans. Ich glaube alle Fahrer haben es mehr positiv gefunden. Wir haben es genossen wieder Stimmung zu haben.» Wie er schon vor Adelboden im Gespräch mit 20 Minuten erklärte, lässt ihn die aktuelle Corona-Situation aber nicht kalt. «Ich war sehr locker drauf in letzter Zeit. Wenn man aber sieht, wie es Fälle gab, und man weiss wie die Fahrer aufgepasst haben, steigt die Anspannung. Angst würde ich es nicht nennen. Respekt für die nächsten Wochen ist aber sicherlich da.»

«Top 15 wäre sicherlich ein Erfolg»

Nun will sich Odermatt aber komplett auf die anstehenden drei Speed-Rennen in Wengen fokussieren. Druck verspürt «Odi» keinen. «Die grosse Anspannung hat sich in Adelboden erledigt. Ich gehe locker in die Woche», so der 24-Jährige. Erwartungen hat Odermatt ebenfalls nicht an die drei Lauberhorn-Wettkämpfe. Die Abfahrten in Wengen sind etwas ganz anderes. Auch wenn Odermatt in dieser Saison auch in der Abfahrt gezeigt hat, dass er ganz vorne mitfahren kann, sieht er sich selber am Lauberhorn nicht als Favorit. «In Wengen bin ich das erste Mal. Auf solch einer Abfahrt , wo man viel Erfahrung braucht, ist es nicht möglich ganz vorne zu fahren. Wenn ich in die ersten 15 lande, wäre es sicherlich ein Erfolg.» Vielleicht ein Vorteil für Odermatt: Bevor es zu den beiden Abfahrten kommt, steht am Donnerstag ein Super-G auf dem Programm.

In dieser Disziplin zählt der Führende im Gesamtweltcup auch zu den Besten. Derzeit liegt er in dieser Wertung auf Platz drei hinter Matthias Mayer und Aleksander Kilde. «Grundsätzlich bin ich froh, dass der Super-G nachgeholt werden kann. Kitzbühel wäre sicher auch cool gewesen. Es ist eine einfachere Piste.» Für Odermatt aber auch klar: «Ein Rennen an einem Ort, an dem es eigentlich keinen Super-G gibt, ist sicherlich auch speziell.» In der Tat: In Wengen wurde bislang erst ein Super-G durchgeführt. Dies vor mehr als 25 Jahren.

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Zum ersten Mal wagte sich Marco Odermatt am Dienstag auf die Lauberhorn-Piste. 

Zum ersten Mal wagte sich Marco Odermatt am Dienstag auf die Lauberhorn-Piste.

Benjamin Soland/freshfocus
Druck verspürt er nicht nach seinem Adelboden-Sieg. 

Druck verspürt er nicht nach seinem Adelboden-Sieg.

freshfocus
Die Abfahrten in Wengen sind etwas Besonderes. 

Die Abfahrten in Wengen sind etwas Besonderes.

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