«Roger Pro»: Das ist Roger Federers erster eigener ON-Tennisschuh

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«Roger Pro»Das ist Roger Federers erster eigener ON-Tennisschuh

Roger Federer und die Schweizer Sportmarke On haben gemeinsam einen Tennisschuh entwickelt. In Doha spielt der 39-Jährige erstmals mit dem Unikat, das Fans nicht erstehen können.

von
Erik Hasselberg
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«Roger Pro»: der erste von Roger Federer und On entwickelte Wettkampf-Tennisschuh.

«Roger Pro»: der erste von Roger Federer und On entwickelte Wettkampf-Tennisschuh.

On/Marieke Stasch
On’s erster Tennisschuh basiert auf einer stabilen Mittelsole mit hochbelastbarem Schaum sowie einem
Mittelfusskäfig, der den Fuss während schnellen Ballwechseln stets präzise platziert.

On’s erster Tennisschuh basiert auf einer stabilen Mittelsole mit hochbelastbarem Schaum sowie einem
Mittelfusskäfig, der den Fuss während schnellen Ballwechseln stets präzise platziert.

On/Marieke Stasch
Das Konzept des Modells reicht in die Anfangszeit der Zusammenarbeit zwischen dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger und On zurück.

Das Konzept des Modells reicht in die Anfangszeit der Zusammenarbeit zwischen dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger und On zurück.

On/Marieke Stasch

Darum gehts

  • Roger Federer ist zurück auf der ATP-Tour – mit neuem Schuhwerk.

  • Gemeinsam mit der Schweizer Sportmarke On hat der 39-Jährige einen Wettkampf-Tennisschuh entwickelt.

  • Es handelt sich um ein Unikat, das nicht in den Verkauf kommen wird.

Am heutigen Mittwoch blickt die ganze Tenniswelt nach Doha, wo Roger Federer im Rahmen des Qatar Open 2021 sein mit Spannung erwartetes Comeback auf der ATP-Tour gibt. Besonderes Interesse gilt dabei auch den Füssen des Schweizer Tennis-Maestros. Denn wie von 20 Minuten enthüllt tut er das mit neuem Schuhwerk – dem ersten von On und Federer in der Schweiz gemeinsam entwickelten Wettkampf-Tennisschuh, dem «Roger Pro». Diesen trug er bereits im Training in Doha.

Die Konzeption des Schuhs reicht in die Anfangszeit der Zusammenarbeit zwischen dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger und der Schweizer Sportmarke zurück, von welcher der 39-Jährige seit 18 Monaten Mitbesitzer ist. Dabei bildet der Tennisschuh die technische Basis und die Inspiration für alle Modelle des Sneaker-Franchise, welches letztes Jahr mit dem «Centre Court» seinen Anfang nahm.

Auffallend ist, dass auf dem weissen Schuh mit blauen Akzenten und abgerundeten Sohle das von On inspirierte Federer-Logo, ein grosses R mit Punkt prangt, anstatt des RF, an dem der Schweizer Tennis-Start seit geraumer Zeit wieder die Rechte inne hat. Auf Anfrage von 20 Minuten bei On heisst es, dass diesbezüglich noch gar keine Gespräche geführt worden seien. Man habe sich ausschliesslich auf die Entwicklung des «Roger Pro» sowie den davon inspirierten Sneakern konzentriert.

«Roger spürt jede noch so kleine Justierung»

Was steckt nun hinter dem neusten Modell, bei dem es sich um ein Unikat handelt und das vorerst nicht im Handel erhältlich sein wird? «In der Seitwärtsbewegung belasten Tennisspieler ihren Schuh mit dem bis zum Dreifachen ihres Körpergewichts», sagt Olivier Bernhard, Mitgründer und Innovation Leader von On. «Diese Kräfte verlangen nach einer extremen Agilität und Stabilität. Es war der Anspruch von Roger und On, einen Schuh mit diesen Eigenschaften zu kreieren.»

Im Gegensatz zu den grossen, etablierten Marken wie Nike und Asics im Sportartikelmarkt verfügt On über keinerlei Expertise und Erfahrung in der Konzeption und Herstellung von Tennisschuhen und konnte sich nur auf das Gespür von Federer verlassen. «Nach so vielen Jahren an der Spitze des Weltsports hat Roger sein Gespür dafür, wie sich die Performance anfühlen sollte, komplett verinnerlicht», sagt Bernhard, der früher selbst professioneller Athlet war. «Roger spürt jede noch so kleine Justierung. Diese Erkenntnis hat das gesamte Projekt geleitet.» Es wird sich beim Turnier in Doha zeigen, wie gut das Gespür des «Maestros» war und ist – und das für einmal nicht nur mit dem Racket in der Hand, sondern auch seinem neuen Treter an den Füssen. Der nun unter Wettkampfbedingungen die nächste Testphase erreicht. Und von dem Federer im Vorfeld auf einer Pressekonferenz sagte: «Bis jetzt fühlt er sich perfekt an. Es ist noch ein Prototyp. Eine spannende Sache.»

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