Stanislas Wawrinka: «Das ist völlig anders als gegen Djokovic»
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Stanislas Wawrinka«Das ist völlig anders als gegen Djokovic»

Für Stanislas Wawrinka ist das verlorene Doppel im Davis Cup die zweite Fünfsatz-Pleite in zwei Wochen. Mit der Partie gegen Djokovic in Melbourne will er die epische Schlacht heute aber nicht vergleichen.

von
pre

4:6, 7:5, 4:6, 7:6, 22:24 lautete das Endresultat um 20.45 Uhr aus Schweizer Sicht: Das Davis-Cup-Doppel mit Stanislas Wawrinka/Marco Chiudinelli gegen Tschechiens Tomas Berdych und Lukas Rosol geht in die Geschichtsbücher ein. Mit sieben Stunden und einer Minute war es die längste Partie, die je im Davis Cup gespielt wurde.

Dass für die Verlierer eine Niederlage nach über sieben Stunden besonders bitter ist, lässt sich leicht nachvollziehen. Für Chiudinelli war der gestrige Tag aber besonders grausam. Der Basler war die tragende Kraft des Schweizer Doppels, am Ende war er der tragische Held. Ein Doppelfehler von ihm besiegelte schliesslich die Niederlage. Zuvor hatte er seinen Aufschlag kein einziges Mal abgegeben und hatte nicht einem Breakball gegenübergestanden.

Chiudinelli wollte nach dem Marathon aber nicht mit dem Schicksal hadern. «Wir waren über die ganze Partie hinweg sehr solid, hatten wenige Tiefs. Leider hat es zum Schluss nicht ganz gereicht», so der Basler, der den Traum vom Viertelfinal aber nicht aufgegeben hat. «Wir waren in Australien 2011 schon in der gleichen Situation und haben noch gewonnen. In der Kabine haben wir schon darüber gesprochen und hoffen natürlich, dass wir die Wende auch diesmal schaffen.»

«Schade, so zu verlieren

Wawrinka, der am Sonntagmittag bereits wieder im Einsatz steht, musste nach dem Spektakel mit 91 gespielten Games zugeben, dass er sowohl mental als auch körperlich müde sei. «Aber ich glaube nicht, dass es Berdych besser geht», so der Romand. Wawrinka ärgerte sich nach der Partie auch etwas über seine Leistung. «Ich hätte mir gewünscht, in den ersten Sätzen etwas angriffiger und gefährlicher zu spielen. Es ist schade, so zu verlieren. Aber wir haben das Maximum gegeben und ein grossartiges Doppel gespielt», sagt er nach der Partie.

Chiudinellis fataler Doppelfehler

Für Wawrinka ist es die zweite bittere Fünfsatz-Pleite innert zwei Wochen. Beim Australian Open hatte er sich im Achtelfinal nach hartem Kampf Novak Djokovic mit 10:12 im finalen Durchgang geschlagen geben müssen. Damit wollte er das Davis-Cup-Doppel aber nicht vergleichen. «Diese zwei Niederlagen sind völlig anders. Wir haben jetzt noch immer eine Chance aufs Weiterkommen, in Australien war ich nach der Partie gegen Djokovic jedoch ausgeschieden.» (pre/si)

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